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6.2.26
Aus der Offenbarung des Johannes
Der weitere Lauf der Dinge - und so läuft er weiter:
Johannes Winkel, Chef der Jungen Union und Rentenrebell, Anwalt für die junge Generation und den Schlanken Staat, weltberühmter Rechenkünstler, führender Zahlenzauberer und gläubiger Christ (Meine Fresse, was der schon alles ist!“) und Liebling der herrschen­den Klassen - ja, nee, is klar - hat für die Zukunft noch paar so inter­essante Sachen auf Lager:
„Ich sehe deutliches Einsparpotenzial im Sozialetat...."(Kann das sein, dass ich das schon mal gehört habe, du Endlosschleifer, du) "... dort lassen sich bei den Sozial­leistungen Dutzende Milliarden im Jahr einsparen.“
Hm, mag ja sein, einsparen kann man alles und jeden und überall, aber wie kommt der Mann ausgerechnet auf ‚Dutzende‘ Milliarden? Dutzende ...
Wahrscheinlich ... ja, wahrscheinlich ... hat der die aus dem Film „Das dreckige Dutzend“. Oder direkt von Donald Trump. Oder dem Dobrindt.
7.2.26
Ach, ja,
und dann hat der Merz
dem Prinzen Salman noch...
ähm
gesagt:
„Wir sind nicht unkritisch. Aber wir stellen die Golfstaaten auch nicht unter Generalverdacht.“
Jawoll, Herr Generalfeldmarschall von Sowieso und Webel geb.von und zu Zitzewitz! Wir haben verstanden!
8.2.26
Es ist doch eh völlig wurschti
Zur Sache:
Der CDU-Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt, kein Ver­brecher, hat bei der Doktorarbeit gemogelt. „Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was! Der Mario hat geschummelt!“
Bis gestern nun war’s nur die handelsübliche jah­relange (seit 2015) öffentliche Rumzankerei um Bedeutungslosig­keiten. Aber jetzt isser raus, der Dreck am Stecken, Mario, und der Doktor is erstma weg...
So weit, so normal. Aber eine Frage bleibt:
Wenn man auf den Schlachtfeldern im deutschen nahen Osten nen Blumenpott ge­winnen will, wenn man im parlamentarischen Renn­hamsterrad Heiopei Höcke permanent anner Hacke hängen hat, wenn die Hälfte dieses Volkes aus Pack besteht, wenn selbst einige von Ma­rios Stamm­wählern damit drohen, zu den Arschlöchern über­zu­laufen, wenn alle andern sich vor Höcke in die Hosen machen und vor allem wenn man weiß, wie knapp die Misstrauensvoterei aus­fallen und reichsweit ziemlich üble Auswirkungen zeitigen könnte ...
Wenn man das alles weiss...
wie kann man denn dann so dermaßen dämlich sein, und nicht einmal wenigstens ein Mal in aller ehrlichen Bescheidenheit Pardon zu sagen, wegen weil bei der Doktor­arbeit die Anführungszeichen dummerweise vergessen zu haben?
Aber so sind se wohl alle, unsere Thüringer Würstchen, zusammen mit ihrem Ministerpräsidenten Mario Mogli.
9.2.26
Das geht jetzt alles holterdipolter,
und alles hört auf das Komando
Schritt für Schritt
Sachsen-Anhalt hat jetzt auch nen neuen, ganz frischen Minister­präsidenten. Sven Schulze heißt der gute,legt auch schon sofort los. Der ‚Tagesspiegel‘ fasst den Typen so zusammen:
„Ministerpräsident Sven Schulze will Bürgergeldempfänger Schnee schippen lassen. Schnee schippen und Laub fegen: Aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sollen Bürgergeldempfänger Gegenleistungen erbringen. Verweise auf rechtliche Hürden hält er für unangemessen. Das sei Teil der sozialen Gerechtigkeit.“
Der bitte was?!

P.s.:
„Schnee schippen und Laub fegen“ … Sven Schulze – ein sogar für Ostzonenverhältnisse selten unangenehmer Typ. Selbst in Sachsen-Anhalt kennt den keine Sau. Zumal auch sein Spruch „Schnee schippen und Laub fegen“ etwas geschichtsklitternd daher­kommt. Das Original ging nämlich so:
„Lieber Schamlippen küssen als Schlamm schippen müssen“.
Aber damit kommt man in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich auch nicht viel weiter.
10.2.26
Hauen und Stechen im Reich der Retourkutschen
Der ‚Spiegel‘ waltet seines Amtes und schreibt:
„Merz bleibt auch nichts erspart“ „Überraschung! Nach Jahren der Distanz will Angela Merkel zum CDU-Parteitag kommen. Für Friedrich Merz keine einfache Situation.“
Die Frau wird mir immer sympathischer.
11.2.26
Munkel munkel um das Staatsoberhaupt
Man munkelt zurzeit in der Hauptstadt, dass Merkel Bundespräsiden­­tin werden will. Oder soll. Aber Merkel hat sofort abgemunkelt. Alles nur das übliche Gemunkel. Müsste man nix drum geben.
Aber wenn doch, jaaah, wenn aber doch ...,
dann wär ich da ja für jemand… also ich wär da ja für diesen … Dobrindt. Der passt gut in die aktuelle Landschaft von so einigen sog. sicheren Drittstaaten. Ausweisen geht ja nicht mit dem Ausweis, aber quer durchs tödliche Mittelmeer jagen, und zwar exakt in die andere Richtung, und dann irgendwo über der Wüste zusammen mit nem Fallschirm ab­werfen. Wie du mir, so ich dir. Auge um Auge. Dobrindt um Dobrindt. Um Gerechtigkeit, Dobrindt, komma eben in diesem Leben nich mehr drum rum. Auch wenn's lange dauert.
12.2.26
Weiberfastnacht.
Wenn Ihnen das was sagt.
13.2.26
The day after ...
… Weiberfastnacht.
14.2.26
In Ermangelung irgendwelcher Fakten
„Die Juden sind an allem Schuld, meinte einer.
Und die Radfahrerr … fügte ich hinzu.
Wieso die Radfahrer?, fragte er verdutzt.
Wieso die Juden?, fragte ich zurück.“
(möglicherweise von Tucholsky)
15.2.26
Merz ganz und gar in seinem Element of Crime
Der Bundeskanzler hat auf der Münchener Sicherheitskonferenz eine riesengroße Rede gehalten, für die er von allen hochgelobt wurde. Und voilà, die inhaltlichen Differenzen zu US-Außenheini Rubio waren am Ende praktisch nicht mal der Rede wert. Von dem mit irrem Engagement und Tamtam aufgeblasenen Oppositionsgenöle („Das ist mit mir nicht zu machen! Da können Sie sich, meine Damen und Herren, … drauf verlassen!") blieb nach der durchgelaberten Nacht nicht mehr viel übrig. In einem Punkt sind die Unterschiede zwischen Trump und Merz mittlerweile sogar ähnlich unmessbar geworden wie bei diesen homöopathischen Veräppelungspillen:
und zwar die Geschwindigkeit, mit der unsere cleveren Neo-Imperia­listen ihre Schnellschüsse wieder ad acta legen, nach Geschmack oder wat wieder ins Programm aufnehmen, danach aus Jux und Dollerei wieder rausschmeißen usw.etcetera.pp – pathologische Wiederho­lungstäter oder wie man das in der Fachsprache nennt.
Und in einem weiteren nicht unwichtigen Punkt sind die beiden Politwichtel mit sich identisch, um nicht zu sagen: identitär: in ihrer bemerkenswerten Asozialität.
Insofern wüsst ich auch gar nicht, was, warum und wiewowann sich unsere Weltordnung verändert hätte. Zumal unsere beiden Prota­gonisten mit dem Matthäus-Effekt eine gemeinsame christlich-brü­derliche Grundhaltung beanspruchen, die da bei Matthäus lautet:
„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ (Mt 25,29)
 Oder mal eben kurz und salopp ausgedrückt:
„Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“
Amen.