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1.5.26
Kampftag derrrrr
Arbeiterklasse.
2.5.26
Bätz, Bätz, Bätzing
Bischof Dr. Georg Bätzing, Bischof von Limburg und von 2014 bis 2020 der Vorgänger von Erzbischof Marx in der Bischofskonferenz, war sich und seiner Gemeinde nicht zu schade, ebenfalls witzige Sonntagsworte aus der Kutte zu zaubern - Sätze, die es in sich haben, wie dieser hier:
„Die Religion hilft uns, Probleme zu lösen, die wir ohne die Religion gar nicht hätten.“
Okay, okay, das hat der Bätzing natürlich nicht gesagt, sondern irgendein anonym gebliebener Klosprüche-Erfinder aussem letzten Jahr­hundert. Und ebenso hat der Bätzing auch nie behauptet:
„In Nimburg an der Nahn ist mir ne Fniege in den Hans gefnogen.“
Dass mittlerweile niemand mehr nachvollziehen kann, was da alles in den deutschen Bischofskonferenzen und auf den berühmten synoda­len vergeisteten Wanderwegen so zusammengepapperlapappt wird, ist m.e. nur dadurch zu erklären, dass die Diskutanten und -onkel 2 Sachen nicht in ihren durchgeleuchteten Leuchtbirnen unter kriegen: Erstens den ganz normalen Job des römischen Pippifax Maximus, und zweitens was den Unterschied macht zwischen 1,4 Milliarden Katholiken weltweit und 19 mickerigen Millionen in Deutschland.
Wer allerdings kein Problem damit hat, mit Kaiser Wilhelm zu intonie­ren, „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, muss auch damit rechnen, dass er 1,4 Milliarden gegen sich hat. Mindestens.
Wenn nicht alle.
3.5.26
Merz, Bundeskanzler und „Eierarsch“ in Personalunion
Kubicki, immer gut für alles Mögliche, hat im Selbstgespräch seinen Bundeskanzler als „Eierarsch“ bezeichnet. Und allüberall ist man verstimmt.
Ich weiß jetzt nicht (Man kann nun mal nicht alles wissen), was ein Eierarsch ist. Außerdem: Der Duden weiß es nicht. Die Jugend weiß es nicht. WickiPedia weiß es nicht. All die Klugscheisser, die ich allein kenne, wissen es nicht. Selbst die 'Süddeutsche' weiß es nicht. Ebenso die sozialen Medien: null Ahnung. Auch die KI weiß es nicht. Keiner weiß es. Und Kubicki selber sowieso nicht.
Der Merz aber wird wohl wissen, was ein Eierarsch ist.
Das reicht dann ja auch.
6.5.26
1 Jahr schwarz-rote Regierung
Als ich in der ‚Tagesschau‘ bei der Regierungserklärung das sprechende Gesicht vom Bundeskanzler Merz sah, und das von seinem nichts-sagenden Klingbeil, musst ich an die zwei phänome­nalen apokalyptischen Schwarten des Phänomenologen Günther Anders denken „Die Anti­quiertheit des Menschen“, Band I „Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution“ und Band II „Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution“, beide aus dem Jahre 1987, veröffentlicht ein paar Monate nach Tschernobyl.
Heute, im Jahre 2026 und angesichts der aktuellen Regierung, braucht es keinen akribischen Forschergeist wie Günther Anders mehr, weil sich ein dritter Band von selber schrübe „Über die Dummheit im Zeitalter der weiß-der-Geier-wie-vielten industriellen Revolution“.
Pardon. Eigentlich sollte dies der Buchtipp für den Monat Mai sein. Aber wer liest heute schon noch so dicke, schwierige Schinken. (Merz bestimmt nicht.) Zumal se ja auch seit Jahrzehnten vergriffen sind.
7.5.26
Egal was passiert ...
T-online tickert:
„Die AfD liegt im neuen ARD-"Deutschlandtrend" erstmals vor der Union. Die Partei kommt demnach in der Sonntagsfrage von infratest dimap auf 27 Prozent und erreicht damit zwei Prozentpunkte mehr als Anfang April. CDU und CSU verschlechtern sich um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 12 Prozent im Vergleich zum April.
Die Grünen verbessern sich im "Deutschlandtrend" leicht (plus 1) und erreichen 15 Prozent, während die Linke bei 10 Prozent stehen bleibt. Ebenfalls unverändert ist die Zustimmungsrate für das BSW, das derzeit 3 Prozent erreicht. Die FDP verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 4 Prozent.“
Kanzler Merz wollte eigentlich die AfD "halbieren". Jetzt halbiert die AfD die CDU.
So kann man sich vertun.
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Egal was passiert …
Nein, ich werde kein Apfelbäumchen pflanzen ...
ich werde mich auch nirgendwo verschanzen ...
Egal was passiert …
Ich hab mir Urlaub genommen
und mir vorgenommen,
noch einmal die letzten 2 schmalen Bändchen von Wolfgang Pohrt durchzuackern:
„Kapitalismus forever –
Über Krise, Krieg Revolution,Evolution, Christentum und Islam“
Edition Tiamat Berlin, 2012
und
„Das allerletzte Gefecht -
Über den universellen Kapitalismus, den Kommunismus als Episode und die Menschheit als Amöbe“
Edition Tiamat Berlin, 2013
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Egal was passiert ...
11.5.26
Von wegen (egal was passiert)
Es ist ja jetzt nicht so, dass ich wegen Putin & Schröder, wegen der burschikosen Widerworte Leo des XIV. gegen den zur Zeit füh­renden Oberidioten des Planeten Erde Donald Trump oder wegen der kollapsenden Natur meinen Urlaub abgebrochen hätte. Andererseits …äh ...
Wenn jemand aus heiterem Himmel einen sinnlosen, mörderischen Krieg gegen Gott und die Welt vom Zaune bricht und dann nach 5 fruchtlosen Jahren angeschissen kommt und ausgerechnet seinen peinlichen Politkumpel Gerhardt Schröder für eine Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg vorschlägt, ohne sich selbst dabei totzulachen, wenn also ein international anerkannter, erfolgreicher Kriegsver­brecher mit links ins Klo greift und daraus 'nen lächerli­chen „Friedensfürsten“ meint, hervorzaubern zu können, ohne dass eine klandestine, Welt-erlösende Revolverladung ihren Weg findet ins Herz der Bestie …
Oder wenn auch heute am 8. Mai, dem sog. „Erdüberlastungstag“,
an dem wir laut Expertisen sämtlicher ernstzunehmender Umwelt­organisationen „mehr Wälder abgeholzt, Böden ausgelaugt und Rohstoffe verbraucht, als die Erde binnen eines Jahres erneuern kann“ …
… ist das alles für mich noch lange kein Grund, meinen Urlaub abzubrechen.
12.5.26
Lieber Dieter Nuhr,
herzlichen Glückwunsch zum ‚Leo Baeck-Preis‘.
Auch wenn Hannah Arendt der festen Überzeugung war, vor Anti­semitismus sei man nur auf dem Mond sicher, mach weiter so:
„Der Hintern des Teufels ist die Unruhe, die Langeweile der Hintern Gottes.“ (Ernst Bloch)
Wir kennen uns aus alten 3Gestirn-Zeiten. Vielleicht ist die Erinne­rung ja etwas verblasst. Zumal ich auch seit über 18 Jahren nicht mehr unterwegs bin. (Das einzige, was noch läuft, ist dieses Tage­buch. Und meine Nase. Nur, wer weiß, wie lange noch.)
Dieser Glückwunsch war mir ein Bedürfnis. Wie gesagt: Mach weiter so. Und nie vergessen:
„Sich einfügen in die Gemeinschaft
ist der Ersatz für gesittetes Benehmen.“ (Wolfgang Pohrt)
P.s.:
Pardon für dieses Übermaß an Pathos. Aber man hat ja so selten Gelegenheit dazu.
13.5.26
Morgen an Christi Himmelfahrt,
dem Vater-oder auch Bollerwagentag ...
… will ich auch mal was für den Naturschutz tun, statt immer nur rumzustänkern!. Da kauf ich mir nen Kasten Krombacher und sauf mir meine Umwelt schön.
14.5.26
Es ist 5 vor 12, und - hicks! -
ich merk immer noch nix
Egal. Gut Ding will Weile haben. Das wird schon noch was.
Dieses Krombacher-Projekt jedenfalls find ich suupermeeegageil!
25 Pullen Bier für 1 Million Bäume!
(Oder hab ich da was falsch verstanden?)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesense doch Ihre Packungsbeilage oder fragense die Ärztin, den Arzt oder inne Apotheke!
15.5.26
„Die Party war vorbei …
… ich war hinüber,
man trug mich weg“ …
(Fehlfarben)
Also, Christi Himmelfahrt hatt ich mir irgendwie anders vorgestellt.
***
Egal. Und in Berlin und anderswo haben 'n paar hundert „Männer gegen Männergewalt gegen Frauen demonstriert“. Die Initiative „Männer gegen Gewalt“ teilte mit:
„Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen für Solidarität mit Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre u. transgender Personen.“
Echt?
Ich kenn jetzt nicht so wahnsinnig viele transgender-intergeschlecht­lich-nichtbinäre-querstrich-##//?!##-queere-multisexuelle-offensive-andersrummenschen, aber habt er da nicht ne ziemlich zahlreiche Sonderminderheit übersehen und vergessen, hallöchen? Und was ist, Liebelein, mit euren Berliner Woken oder wie die heißen? Habt ihr euch in euren friedensvollen Stuhlkreisen, in eurem Wokenkuckucks­heim mal gefragt, ob ihr noch alle Latten am Zaun habt?