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10.3.26
Und schon liegen sie sich wieder in den Haaren
Für Merz hätt’s eigentlich gar keine Bundestagswahlen geben müssen. Dass ihm der CDU-Chefsessel und der Kanzlerposten zustehe, nachdem er allein von seiner Parteifreundin Merkel 5 mal genial abgekanzelt worden war, stand nach der Wahl selbst für den letzten Deppen inner CDU außer Frage. „Wir schaffen das!“ hieß damals die Handlungsmaxime ex cathedra. Oder anders formuliert: „Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
gibt's eine, die die Sache regelt.
Und das bin ich.“
Das ging damals noch relativ geräuschlos über die Bühne. Der übli­che Umgang unter den netten Politikern läuft aber in der Regel etwas ruppiger ab. Und, siehe da, kaum standen die Wahlergebnisse im Ländle Ba-Wü fest, ging’s unter der Gürtellinie munter weiter.
Da passt es doch prima, dass sich der Berufs-Egomane Boris Palmer zurück ins grüne Jammertal drängelt und wieder alle auf 180 bringt. Und weil der Cem Özdemir sich seinen Ruf nicht durch überflüssige Stinkstie­feleien versauen will, holt er sich seinen Kumpel, den lupen­reinen Po­pulisten Boris ins Boot, einen Mann, der den politischen Charme und die nöti­ge Durchsetzungskraft für einen grün-abgefe­derten Weltuntergang mitbringt.
Und es verspricht spannend zu werden. Die Eingeweihten ahnen schon, was da auf sie zukommt – und zwar so ne saftige Retour­kutsche in dieser Art:
„Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
gibt es einen, der die Putzfrau vögelt.
Und das bin ich!" *)
Zugabe?
Zugabe:
Und ist das Schiff auch noch so klein –
einer muss die Putzfrau sein.“

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Das Copyright dieses hübschen Poems liegt allerdings bei einem anderen Po­litgauner, nämlich bei Jürgen W. Möllemann, der auch stets hoch hinaus wollte, woraus aber genauso regelmäßig nix wurde.
11.3.26
In jeder Hinsicht auf Rekordkurs
Alle 20 Minuten geht eine deutsche Firma pleite. Und im internationalen Waffenhandel zum 1. Mal auf Platz 4.
12.3.26
Das Wort zum Sonntag am Donnerstag
„Schaut, was heute mit diesen geistesgestörten Drecksäcken passiert. Sie haben 47 Jahre lang unschuldige Menschen auf der ganzen Welt getötet, und jetzt töte ich als der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sie. Welch große Ehre es ist, dies zu tun!“
???????
13.3.26
Freitag der 13.
Die Süddeutsche’ berichtet wie alle andern auch:
„Ab 2027 soll laut Dobrindt kein Geld mehr gezahlt werden, um Asylsuchenden eine Beratung unabhängig von Behörden zu ermöglichen.“
Der Typ hätte damals auch die Züge nach Auschwitz gefahren. *)

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*)
„Das kannste ja wohl so nicht stehen lassen! Das ist ja mehr als unmöglich! Mach das weg!“
Meinte mein aufmerksamer Freund und verlässlicher Korrektor am Telefon. „Ich mag den Dobrindt auch nicht. Aber Auschwitz … das geht nicht. Wenn du dir nen Gefallen tun willst, such dir ne andere Pointe.“
„Ich weiß, ich weiß. Mein Gott! Mir ging’s dabei doch gar nicht um ne billige Provokation. Diejenigen, also die Millionen Deutschen, die an allen Verbrechen der Deutschen beteiligt waren, waren ja keine studierten Ausnahme-Spezialisten mit einer Spezialausbildung in Sachen Völ­kermord & Totschlag, Pogrome, Kriege & Vertreibung, Ausgrenzung, Hass & Hetze, sondern ganz normale Zeitgenossen, eigentlich ganz banale Figuren, die man mit jeder denkbaren Auf­gabe betrauen konnte. Sie hatten und hätten alles getan, so wie die vielen unbe­kannten Lokführer nach Auschwitz. Und damit jetzt zu Papa Dobrindt.
Also, auf der einen Seite das Millionenheer von Tätern, Mitglieder aller gesellschaftlicher Schichten, als Mitläufer beizeiten sich selbst entschuldigt und auf der anderen Seite unser kleiner, armer Dodo … wenn wir allein das nehmen, was wir an menschenverachtenden Äußerungen aus dem Munde Dobrindts kennen... meinst du im Ernst, Meister, dass ausgerechnet Dobrindt nicht in das o.g. Millionenheer reingepasst hätte?
Unser Disput war mit diesen Sätzen zwar nicht ausdisputiert. Aber vielleicht könnte man ja auch mal alle fünfe grade sein und einfach alles stehen und liegen lassen, so dachte ich bei mir.
Nein, kann man nicht, kam's aus dem Hörer. ...
und weiter ging’s ad infinitum et ad libitum.
14.3.26
Was Herr Klingbeil, des Kanzlers liebster Lilalaunebär, so sagt, wenn der Tag was länger geworden war:
„Wir wollen die Ölpreis-Profite an die Bürger zurückgeben. Die Öl­konzerne bereichern sich nach Ansicht des Bundesfinanzministers am Iran-Krieg. Das muss gestoppt werden.“
Na, denn man tau,
du witziger Minister, du.
15.3.26
Jürgen Habermas gestorben
Auch das noch. Es macht einfach keinen Spass mehr.
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Dazu passt auch wunderbar, dass in Brandenburg auf dem Parteitag der Linken dem Staate Israel von der Mehrheit der delirierenden Delegierten "Völkermord und Apartheit" bescheinigt wurde. "Linksfaschismus" ... nie gehört, ne? Dann googelt mal ein bisschen bei "Habermas", ihr geschichtslosen Penner.
16.3.26
Der Nachruf zum Nachruf
Dass Nachrufe für berühmte Zeitgenossen meist schon Jahre vor ihrem Tod fix und fertig in den Schubladen liegen, ist ja allgemein bekannt. Und damit diese Nachrufe nicht so angegammelt riechen, schmückt die Redaktion den Nachruf bei jedem aktuellen Todesfall mit Kommentaren irgendwelcher VIPs und Promis, ob se passen oder nicht. Nur manchmal wundert man sich:
„Seine analytische Schärfe prägte weit über die Grenzen unseres Landes hinaus den demokratischen Diskurs und wirkte wie ein Leuchtfeuer in tosender See. Für unser Gemeinwesen war Habermas’ intellektuelle Eindringlichkeit und seine Liberalität unersetzlich – sein Wort war Maßstab und Herausforderung in einem.“
Und jetzt - raten se mal!
Ach was, komm, egal ...
Ich weiß nicht viel über den Mann, ich weiß nur eins, meine Lieben: Das hat der nie im Leben selber geschrieben. Zumal es ebenso unvor­stellbar ist, dass der überhaupt nur 1 Satz von Habermas gelesen haben könnte. Und gänzlich nicht von dieser Welt erscheint mir der Gedanke, Merz würde seine Regie­rungspraxis an den Maximen der Habermas-Theorie des kommunikativen Handelns messen.
Und wenn doch? Dann lässt sich der Bundeskanzler als solcher zumindest nich mit Hilfe von Habermas erklären. Da müsste man schon Sigmund Freud oder den lieben Gott bemühen. Oder den Papst oder Merz seine Trulla.
Oder Merkel war das! Ja, das könnte natürlich sein. Eine konzertierte Aktion von Merkel und dem 'Stadtanzeiger', um Merz noch mal eine reinzuwürgen ...
17.3.26
Wissen, was andere nicht wahr haben wollen
Ab und zu ist es an der Zeit, tatsächlich „ohne Rücksicht auf Verluste Klartext zu reden“ oder „klare Kante zu zeigen,“ wie das gemeinhin heute so heißt.
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Der Antisemitismusbeauftragte von Brandenburg Andreas Büttner ist aus der Linkspartei ausgetreten und begründete diesen Schritt mit fehlender Unterstützung durch seine bisherige Partei. Außerdem teile er viele Auffassungen der Linken zu Israel nicht. (...) Büttner betonte gegenüber dem ‚rbb‘, dass er bei seiner Wahl zum Antisemitismus­beauftragten im Jahr 2024 auch von SPD, CDU und Grünen unter­stützt worden sei.
"Umso erschütternder ist für mich, was ich seit Jahren innerhalb meiner eigenen Partei erleben muss." So habe der Landesparteitag der Linken in Niedersachsen beschlossen, den Zionismus abzuleh­nen und Israel als "genozidalen Staat" sowie als "Apartheidstaat" zu bezeichnen. "Diese Beschlüsse sind für mich nicht mehr akzeptabel".“
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Es war einmal …
eine Zeit, da konnte man ohne Weiteres die jeweiligen linken Par­teien wählen, ohne sich in Grund und Boden zu schämen, weil in deren Programmen nach wie vor die „Revolution an Haupt und Gliedern“ auf der Tagesordnung stand und der Kommunismus quasi die letzte Hoffnung der Menschheit darstellte, lebenswerte Verhält­nisse für alle zu schaffen, ein Leben ohne Rassismus und Antisemi­tismus. Das einzige, was die Kommunisten am Ende aber erreichten, war die vollständige Desavouierung und restlose Vernichtung dieses letzten Menschheitstraums.
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So, ihr Lieben, damit wären wir am Ende der kurzen Geschichte. Nur wie das aussieht, dafür fehlt mir noch einstweilen die Phantasie.
18.3.26
Nachtrag zum gestrigen tatsächlichen Ende der Geschichte
Es Wird Wahrscheinlich Wohl schneller kommen, als sich das diverse superschlauen Supernasen ausdenken können. Ob es jedoch das „intelli­gente“ oder das „künstliche Zeitalter“ genannt werden wird, vermag ich nicht zu orakeln. Da bin ich dann doch ein wenig zu doof
für.