Was ist die, ich zitiere, „die hässlichste Gefahr der heutigen Zeit“?
Nun, durch all die Jahrhunderte hindurch und zu allen Zeiten blieb diese Frage für die Menschen immer akut und aktuell. Man fragte und fragte, und so unterschiedlich die Antworten auch ausfielen,
man vertraute blindlings denen, die sich allgemein zur Beantwortung der Frage auch berufen fühlten.
Also, was ist die, ich zitiere, „hässlichste Gefahr der heutigen Zeit“?
Nun, zu Anfang war 's das Judentum (und ist es bis heute eigentlich auch geblieben.) Dann waren's die Römer und danach die Vandalen, sodann die Vorpommern, die Sachsen und die Hunnen in Sandalen, der dicke Luther, Frankreich, Preußen und die armen Demokraten, dann 80 Jahre Kommunismus, Onanie, die Pille und der Minirock
und dies ewige Yeah-yeah-yeah! und Baby-Baby, balla-balla!
Immer waren es die andern. Und immer lagen se analütisch leicht
bis voll daneben.
Fragen wir doch wieder simpel, den Fachmann, den Experten in Sachen Hässlichkeit und Wahrheit! Ja, vielleicht weiß er es ja, der aktuelle Papst, der Barmherzige!
„Die hässlichste Gefahr der heutigen Zeit ist die Gender-Ideologie.“
Donnerwetter, Himmel, Arsch und Wolkenbruch. Wer hätte das gedacht!?
„Sie hebt Unterschiede auf und macht alles gleich.“
Wie? Die Gender-Ideologie? Echt?
„Das löscht die Menschlichkeit aus.“
Naja, it's the Pope, stupid. Egal.
Mir geht's da irgendwie ganz anders. Mir geht se nur aufn Sack. Aber voll.
***
Der Büchertipp fürs Frühjahr!
„Nach dem 7. Oktober
Essays über das genozidale Massaker und seine Folgen“
hrsg. von Tania Martini und Klaus Bittermann
Edition Tiamat
„Terror ist Terror. Terror ist nicht Widerstand, nicht Dekolonisation, nicht Befreiung. Jede Relativierung der Hamas ist antisemitisch, weil der Kern ihrer Ideologie der Hass auf Juden ist und zur Vernichtung aller Juden aufruft.“
Das Tagebuch
1.3.24
Werter ‚Kölner Stadtanzeiger‘, (3)
bei der Lektüre Ihres Artikels von gestern
„Aufstehen für die Demokratie!
Unsere Demokratie wird bedroht durch rechtsextreme Kräfte. Viele Menschen werden dagegen jetzt aktiv. Eine Schwerpunkt-Ausgabe mit der Botschaft: Wir sind mehr!“
sind mir ein paar demokratische Rülpser hochgekommen, von denen ich Ihnen heute erzählen möchte. Keine Angst, Herrschaften! Ich habe nicht vor, Ihrem hohen Hause einen Besuch abzustatten, um mit einem rein geschmuggelten Hackebeil Ihren Redaktionstisch zu zerdeppern!
Zunächst mal:
Wenn das Nazipack die Demokratie nicht leiden kann, ist das deren Bier. Dann sind die Nazis aber immer noch Bürger dieses Staates. Wenn Sie, werter ‚Stadt-Anzeiger‘, jedoch von „unserer“ Demokratie palavern, dann sind Sie es, die mit der Ausweisung unliebsamer Bürger hier anfangen.
Und wenn Sie behaupten, diese Demokratie würde durch das Nazipack bedroht, konstruieren Sie eine Kausalität, die nicht existiert.
Das Problem ist nicht die Stärke der Faschisten – und hier zählt nur die zahlenmäßige Stärke; etwas anderes hat dieses steindumme, apolitische Gesocks ja nicht zu bieten -, sondern die Schwäche der Demokraten.
Wenn Sie also einerseits die objektiv falschen Thesen der Faschisten mittels treffender Argumente im friedlichen Gespräch ad absurdum führen wollen, um sie dann dergestalt ins bunte, tolerante Reich der Demokratie zu locken, andererseits aber bereits im internen Vorgeplänkel das Nazipack aus jeder demokratischen Kommunikation konsequent, für immer und radikal ausschließen – ich meine, sehen Sie da nicht auch zumindest einen klitzekleinen Widerspruch?
Und noch so ’ne komische Behauptung: Ihre Kampagnen-Botschaft „Wir sind mehr!“ Wenn Sie sich da mal nich um einige Millionen überschätzen. Die deutsche Geschichte kann Ihnen, hab ich mal gehört, von gänzlich andern Dimensionen erzählen.
Und zum guten Ende noch eine zugegeben reine Geschmacksache: Ich kann diese immergleichen Gesichter, die in Ihrem Blatt ihre Gratisgesinnung zum Besten geben, einfach nich mehr sehn. So kann man seine Leserschaft übrigens auch verkleinern, um nicht zu sagen, ihrer verlustig werden. Denken kann ich selber.
Danke.
P.s.:
Kennen se den hier?
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“
(Hanns-Joachim Friedrichs)
„Aufstehen für die Demokratie!
Unsere Demokratie wird bedroht durch rechtsextreme Kräfte. Viele Menschen werden dagegen jetzt aktiv. Eine Schwerpunkt-Ausgabe mit der Botschaft: Wir sind mehr!“
sind mir ein paar demokratische Rülpser hochgekommen, von denen ich Ihnen heute erzählen möchte. Keine Angst, Herrschaften! Ich habe nicht vor, Ihrem hohen Hause einen Besuch abzustatten, um mit einem rein geschmuggelten Hackebeil Ihren Redaktionstisch zu zerdeppern!
Zunächst mal:
Wenn das Nazipack die Demokratie nicht leiden kann, ist das deren Bier. Dann sind die Nazis aber immer noch Bürger dieses Staates. Wenn Sie, werter ‚Stadt-Anzeiger‘, jedoch von „unserer“ Demokratie palavern, dann sind Sie es, die mit der Ausweisung unliebsamer Bürger hier anfangen.
Und wenn Sie behaupten, diese Demokratie würde durch das Nazipack bedroht, konstruieren Sie eine Kausalität, die nicht existiert.
Das Problem ist nicht die Stärke der Faschisten – und hier zählt nur die zahlenmäßige Stärke; etwas anderes hat dieses steindumme, apolitische Gesocks ja nicht zu bieten -, sondern die Schwäche der Demokraten.
Wenn Sie also einerseits die objektiv falschen Thesen der Faschisten mittels treffender Argumente im friedlichen Gespräch ad absurdum führen wollen, um sie dann dergestalt ins bunte, tolerante Reich der Demokratie zu locken, andererseits aber bereits im internen Vorgeplänkel das Nazipack aus jeder demokratischen Kommunikation konsequent, für immer und radikal ausschließen – ich meine, sehen Sie da nicht auch zumindest einen klitzekleinen Widerspruch?
Und noch so ’ne komische Behauptung: Ihre Kampagnen-Botschaft „Wir sind mehr!“ Wenn Sie sich da mal nich um einige Millionen überschätzen. Die deutsche Geschichte kann Ihnen, hab ich mal gehört, von gänzlich andern Dimensionen erzählen.
Und zum guten Ende noch eine zugegeben reine Geschmacksache: Ich kann diese immergleichen Gesichter, die in Ihrem Blatt ihre Gratisgesinnung zum Besten geben, einfach nich mehr sehn. So kann man seine Leserschaft übrigens auch verkleinern, um nicht zu sagen, ihrer verlustig werden. Denken kann ich selber.
Danke.
P.s.:
Kennen se den hier?
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“
(Hanns-Joachim Friedrichs)
29.2.24
Werter ‚Kölner Stadtanzeiger‘, (2)
bei der Lektüre Ihres Artikels von gestern
„Israelausschluss gefordert – Tausende Künstler gegen Teilnahme an der Biennale“
ist mir dreierlei durch den Kopf geschossen: Während die halbwegs demokratischen Parteien wenigstens noch über ihren Umgang mit den Faschisten diskutieren, hat man bei Ihnen den Eindruck, Sie hätten in der Beziehung schon längst kapituliert. Desweiteren war mir, und das ist mein voller Ernst, als hielte ich den „Völkischen Beobachter“ der AfD in der Hand, und last but not least drittens dachte ich nach dem Absatz
„Nach Angaben der Aktivistengruppe ‚Art Not Genocide Alliance‘ haben inzwischen mehr als 8000 Kunst- und Kulturschaffende die Petition unterschrieben. Die Forderung kommt knapp 2 Monate vor der berühmten Kunstausstellung. Die Kunstbiennale findet vom 20. April bis zum 24. November statt“:
Hey, super, dachte ich, das passt ja. 20. April – Führers Geburtstag!
Muss ich jetzt jeden Eintrag in meinem Tagebuch anfangen mit diesem
„Werter ‚Kölner Stadtanzeiger‘
Bei der Lektüre Ihres Artikels von gestern“ ?
„Israelausschluss gefordert – Tausende Künstler gegen Teilnahme an der Biennale“
ist mir dreierlei durch den Kopf geschossen: Während die halbwegs demokratischen Parteien wenigstens noch über ihren Umgang mit den Faschisten diskutieren, hat man bei Ihnen den Eindruck, Sie hätten in der Beziehung schon längst kapituliert. Desweiteren war mir, und das ist mein voller Ernst, als hielte ich den „Völkischen Beobachter“ der AfD in der Hand, und last but not least drittens dachte ich nach dem Absatz
„Nach Angaben der Aktivistengruppe ‚Art Not Genocide Alliance‘ haben inzwischen mehr als 8000 Kunst- und Kulturschaffende die Petition unterschrieben. Die Forderung kommt knapp 2 Monate vor der berühmten Kunstausstellung. Die Kunstbiennale findet vom 20. April bis zum 24. November statt“:
Hey, super, dachte ich, das passt ja. 20. April – Führers Geburtstag!
Muss ich jetzt jeden Eintrag in meinem Tagebuch anfangen mit diesem
„Werter ‚Kölner Stadtanzeiger‘
Bei der Lektüre Ihres Artikels von gestern“ ?
28.2.24
Werter ‚Kölner Stadtanzeiger‘ (pars pro toto),
bei der Lektüre Ihres Artikels von gestern
„Claudia Roth kündigt Aufarbeitung an – Israelkritische Aussagen bei der Abschlussgala der Berlinale stoßen auf scharfe Verurteilung“
ist mir im Magen etwas kotzkritisch geworden. Verstehen Sie, was ich meine?
Okay, ich versuch es mal andersrum. Geh ich recht in der Annahme, dass das Wort „israelkritisch“ ziemlich, na, wie soll ich sagen oder sagen wa mal so: ja ziemlich einmalig, ähm, oder noch mal anders ausgedrückt: dass es das Wort „österreichkritisch“ zum Beispiel gar nicht gibt, oder „türkeikritisch“ oder „saudi-arabienkritisch oder gar „palästinenserkritisch“. Noch nie gehört oder gelesen, ne?
Sehense. Ich auch nich.
„Claudia Roth kündigt Aufarbeitung an – Israelkritische Aussagen bei der Abschlussgala der Berlinale stoßen auf scharfe Verurteilung“
ist mir im Magen etwas kotzkritisch geworden. Verstehen Sie, was ich meine?
Okay, ich versuch es mal andersrum. Geh ich recht in der Annahme, dass das Wort „israelkritisch“ ziemlich, na, wie soll ich sagen oder sagen wa mal so: ja ziemlich einmalig, ähm, oder noch mal anders ausgedrückt: dass es das Wort „österreichkritisch“ zum Beispiel gar nicht gibt, oder „türkeikritisch“ oder „saudi-arabienkritisch oder gar „palästinenserkritisch“. Noch nie gehört oder gelesen, ne?
Sehense. Ich auch nich.
27.2.24
Leben in Zeiten der Lüge
Es ist Montag, der 26. Februar, 21 Uhr ...
und „Google News“ hat in seiner „Deutschland“-Spalte ca. 70 aktuelle Nachrichten-Blöcke mit jeweils im Schnitt 3 verschiedenen Medien-Quellen gelistet. Aber wenn man irgendetwas über das wahrlich berichtenswerte Großereignis des gestrigen Tages erfahren möchte - über die letzten Endes unfassbare antisemitische Abschlussgala der diesjährigen Berlinale – findet man da nix.
Nicht, dass „Google News“ gar nichts darüber zu berichten gewusst hätte. Neben der „Deutschland“-Spalte hat „Google News“ ja noch 11 weitere thematische Rubriken, wie z.B. „Lokales“, „Wissenschaft&Technik“, „Unternehmen&Märkte“, „Sport“ und „Gesundheit“. Und an 10. Stelle die... nein, nicht die „Kultur“, sondern die „Unterhaltung“.
Ob „Google News“ das, worum’s jetzt geht, dort mit Absicht möglicherweise versteckt oder nur besinnungslos oder gesinnungslos einfach vergessen hat, kann sich ja jeder selber denken. Was aber unsere sagenhafte Film-Elite, die da in Berlin übern roten Teppich marschierte, so in ihrer toten Birne wuchern hat, das können Sie, liebe Leser, dem ausgesprochen erhellenden, informativen guten Artikel von Marie von den Benken entnehmen mit dem Titel
Antisemitismus, Terrorjubel, Judenhass:
Der Berxit –
Die Berlinale schafft sich ab *)
(...)
„Während draußen auf den Straßen von Berlin Pro-Palästina-Demonstrationen ihre Wutmärsche absolvieren und dabei so surreale und faktenresistente Slogans wie "Queers for Palestine" skandieren, präsentiert die pseudo-intellektuelle Kreativelite in den heiligen Festivalhallen am Potsdamer Platz unbehelligt ihren Hang zu geschichtsignorierender Israelfeindlichkeit.
"Queers for Palestine" übrigens bildet in einem Reigen von kognitiv fragwürdigen Solidaritäts-Absurditäten sicherlich noch lange nicht die Spitze des Eisbergs, auf jeden Fall aber den Gipfel der realitätsignorierenden Overwokeness.
Bedenkt man nämlich, dass offen queer lebende Zeitgenossen hier in Deutschland jederzeit unter dem Schutz sämtlicher Institutionen und der Meinungsfreiheit "Free, free Palestine" singen und dabei Regenbogenflaggen schwenken können, während sie in einem Gaza unter Hamas-Führung innerhalb von wenigen Minuten als Leiche enden würden, die nackt von einem Jeep tagelang als abschreckendes Beispiel durch die Straßen geschliffen wird, kommt einem der Claim "Queers for Palestine" etwa so stringent durchdacht vor wie "Kälber für Tönnies".“
***
Drinnen, im Epizentrum der womöglich letzten Berlinale, rollen derweil historienallergische Filmschaffende mit Sätzen wie "Israel verübt einen Genozid" oder "Israel ist ein Apartheidstaat" dem Antisemitismus den Roten Teppich aus. Artig beklatscht vom Publikum, aus dem keinerlei Gegenrede, Kritik oder Empörung widerhallt, sondern lediglich Zustimmung in allen Facetten. Von schweigend nickender Zustimmung bis zu euphorischen Standing Ovations.
Was am 7. Oktober passiert ist? Scheint nicht existent.
Warum es im Gazastreifen zum Krieg kam? Spielt keine Rolle.
Dass Israel auch für die palästinensischen Zivilisten kämpft, die keinerlei reelle Chance auf eine friedliche Zukunft haben, solange sie von der Hamas geführt werden? Egal.
Auch verschiedenste signifikante Tatsachen aus den letzten Wochen werden gekonnt propagandakonform ignoriert.
Dass die Hamas Gaza statt in ein neues Singapur lieber in einen infrastrukturellen und bildungsseitigen Friedhof verwandelt hat? Nebensache.
Dass die Hamas Hilfsgüter für die palästinensischen Zivilisten unterschlägt? Ach, egal.
Dass die Hamas die großen NGOs wie UNRWA oder Amnesty International unterwandert und mit zahlreichen Terror-Gehilfen infiltriert hat? Unwichtig.
Dass die Hamas milliardenschwere Hilfszahlungen aus dem Westen nicht für ihr Volk, sondern zur persönlichen Bereicherung sowie den Bau von Terror-Tunneln und dem breiten Ankauf von Waffen und Raketen veruntreut? Nicht der Rede wert.
Dass die Hamas durch kriegsverbrecherische Massaker an Zivilisten und Kindern einen Krieg provoziert hat, sich seither feige zwischen palästinensischen Zivilisten. versteckt? Ach komm, was solls?
Dass die Hamas offiziell zugibt, Terroranschläge auf Israel so oft es möglich wird zu wiederholen und dabei eben auch das eigene Volk als Rückschlags-Kollateralschaden zu opfern? Nebensächlich.
Dass sämtliche aktuell in Gefahr schwebenden und ein Großteil der schon tragisch verstorbenen Palästinenser in Sicherheit wären, wenn die arabischen Brüderstaaten sie als temporäre Flüchtlinge aufnehmen würden? Bedeutungslos.
Dass Ägypten, das Land mit einer direkten Grenze zu Gaza, direkt am aktuell besonders im Fokus stehenden Rafah, seine Grenze nicht nur nicht öffnet, sondern im Gegenteil mit viel Aufwand noch unüberwindbarer macht? Irrelevant.
Dass die Hamas weiterhin viele israelische Zivilisten als Geiseln hält, darunter ein Baby? Unbeträchtlich.
***
Aktuell wird in der Berlinale-Chefetage wohl noch beratschlagt, was zu tun ist, wenn der Bruder von Hubert Aiwanger keine Zeit haben sollte, in den kommenden Tagen irgendwann spontan die Verantwortung für die antisemitischen Ausfälle zu übernehmen.
----------------------------------
*) Ich hätte gerne den ganzen Artikel hier auf meine Website gesetzt. Aber aus guten und aus rechtlichen Gründen ist das nicht machbar. Deshalb hier nur ein paar markante Stellen aus ihrem langen, hervorragenden Aufsatz, der im ‚Kölner Stadtanzeiger' niemals erschienen wäre. Noch besser wäre es natürlich, das Original in voller Länge zu lesen unter
‚Marie von den Benken / web.de‘
Ob „Google News“ das, worum’s jetzt geht, dort mit Absicht möglicherweise versteckt oder nur besinnungslos oder gesinnungslos einfach vergessen hat, kann sich ja jeder selber denken. Was aber unsere sagenhafte Film-Elite, die da in Berlin übern roten Teppich marschierte, so in ihrer toten Birne wuchern hat, das können Sie, liebe Leser, dem ausgesprochen erhellenden, informativen guten Artikel von Marie von den Benken entnehmen mit dem Titel
Antisemitismus, Terrorjubel, Judenhass:
Der Berxit –
Die Berlinale schafft sich ab *)
(...)
„Während draußen auf den Straßen von Berlin Pro-Palästina-Demonstrationen ihre Wutmärsche absolvieren und dabei so surreale und faktenresistente Slogans wie "Queers for Palestine" skandieren, präsentiert die pseudo-intellektuelle Kreativelite in den heiligen Festivalhallen am Potsdamer Platz unbehelligt ihren Hang zu geschichtsignorierender Israelfeindlichkeit.
"Queers for Palestine" übrigens bildet in einem Reigen von kognitiv fragwürdigen Solidaritäts-Absurditäten sicherlich noch lange nicht die Spitze des Eisbergs, auf jeden Fall aber den Gipfel der realitätsignorierenden Overwokeness.
Bedenkt man nämlich, dass offen queer lebende Zeitgenossen hier in Deutschland jederzeit unter dem Schutz sämtlicher Institutionen und der Meinungsfreiheit "Free, free Palestine" singen und dabei Regenbogenflaggen schwenken können, während sie in einem Gaza unter Hamas-Führung innerhalb von wenigen Minuten als Leiche enden würden, die nackt von einem Jeep tagelang als abschreckendes Beispiel durch die Straßen geschliffen wird, kommt einem der Claim "Queers for Palestine" etwa so stringent durchdacht vor wie "Kälber für Tönnies".“
***
Drinnen, im Epizentrum der womöglich letzten Berlinale, rollen derweil historienallergische Filmschaffende mit Sätzen wie "Israel verübt einen Genozid" oder "Israel ist ein Apartheidstaat" dem Antisemitismus den Roten Teppich aus. Artig beklatscht vom Publikum, aus dem keinerlei Gegenrede, Kritik oder Empörung widerhallt, sondern lediglich Zustimmung in allen Facetten. Von schweigend nickender Zustimmung bis zu euphorischen Standing Ovations.
Was am 7. Oktober passiert ist? Scheint nicht existent.
Warum es im Gazastreifen zum Krieg kam? Spielt keine Rolle.
Dass Israel auch für die palästinensischen Zivilisten kämpft, die keinerlei reelle Chance auf eine friedliche Zukunft haben, solange sie von der Hamas geführt werden? Egal.
Auch verschiedenste signifikante Tatsachen aus den letzten Wochen werden gekonnt propagandakonform ignoriert.
Dass die Hamas Gaza statt in ein neues Singapur lieber in einen infrastrukturellen und bildungsseitigen Friedhof verwandelt hat? Nebensache.
Dass die Hamas Hilfsgüter für die palästinensischen Zivilisten unterschlägt? Ach, egal.
Dass die Hamas die großen NGOs wie UNRWA oder Amnesty International unterwandert und mit zahlreichen Terror-Gehilfen infiltriert hat? Unwichtig.
Dass die Hamas milliardenschwere Hilfszahlungen aus dem Westen nicht für ihr Volk, sondern zur persönlichen Bereicherung sowie den Bau von Terror-Tunneln und dem breiten Ankauf von Waffen und Raketen veruntreut? Nicht der Rede wert.
Dass die Hamas durch kriegsverbrecherische Massaker an Zivilisten und Kindern einen Krieg provoziert hat, sich seither feige zwischen palästinensischen Zivilisten. versteckt? Ach komm, was solls?
Dass die Hamas offiziell zugibt, Terroranschläge auf Israel so oft es möglich wird zu wiederholen und dabei eben auch das eigene Volk als Rückschlags-Kollateralschaden zu opfern? Nebensächlich.
Dass sämtliche aktuell in Gefahr schwebenden und ein Großteil der schon tragisch verstorbenen Palästinenser in Sicherheit wären, wenn die arabischen Brüderstaaten sie als temporäre Flüchtlinge aufnehmen würden? Bedeutungslos.
Dass Ägypten, das Land mit einer direkten Grenze zu Gaza, direkt am aktuell besonders im Fokus stehenden Rafah, seine Grenze nicht nur nicht öffnet, sondern im Gegenteil mit viel Aufwand noch unüberwindbarer macht? Irrelevant.
Dass die Hamas weiterhin viele israelische Zivilisten als Geiseln hält, darunter ein Baby? Unbeträchtlich.
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Aktuell wird in der Berlinale-Chefetage wohl noch beratschlagt, was zu tun ist, wenn der Bruder von Hubert Aiwanger keine Zeit haben sollte, in den kommenden Tagen irgendwann spontan die Verantwortung für die antisemitischen Ausfälle zu übernehmen.
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*) Ich hätte gerne den ganzen Artikel hier auf meine Website gesetzt. Aber aus guten und aus rechtlichen Gründen ist das nicht machbar. Deshalb hier nur ein paar markante Stellen aus ihrem langen, hervorragenden Aufsatz, der im ‚Kölner Stadtanzeiger' niemals erschienen wäre. Noch besser wäre es natürlich, das Original in voller Länge zu lesen unter
‚Marie von den Benken / web.de‘
26.2.24
Wendezeit – Zeitenwende
Sahra Wagenknecht im Interview mit der FAZ:
„Frau Weidel vertritt keine rechtsextremen Positionen.“
Ahja. Interessant.
Und wahrscheinlich wird die Sahra uns übermorgen erzählen, dass sich unter Umständen bald herausstellen könnte, dass A. Hitler gar kein Antisemit war, jedenfalls kein richtiger, sondern sich nur nicht aus einer Überidentifikation mit einer toten Riesenameise wieder befreien konnte, eine Rolle, für die er im Laufe äußerst intensiver Proben für ein Theaterstück des unbekannten Dichters namens Undso Weiter ... undsoweiter undsoweiter.
So viele Berichte
So viele Fragen
So viel Mist
So viel nichtswürdiger Stuss
„Frau Weidel vertritt keine rechtsextremen Positionen.“
Ahja. Interessant.
Und wahrscheinlich wird die Sahra uns übermorgen erzählen, dass sich unter Umständen bald herausstellen könnte, dass A. Hitler gar kein Antisemit war, jedenfalls kein richtiger, sondern sich nur nicht aus einer Überidentifikation mit einer toten Riesenameise wieder befreien konnte, eine Rolle, für die er im Laufe äußerst intensiver Proben für ein Theaterstück des unbekannten Dichters namens Undso Weiter ... undsoweiter undsoweiter.
So viele Berichte
So viele Fragen
So viel Mist
So viel nichtswürdiger Stuss
25.2.24
Zeitenwende – Wendezeit
Via Video richtet sich Bundeskanzler Scholz an sein Volk:
„Wir müssen so stark sein, dass kein Chinese es wagt, uns in den nächsten 1000 Jahren noch mal scheel von der Seite anzugucken.“ Nee, pardon, das war jetzt das falsche Manuskript... Ah, da is es ja:
„Zusammen mit unseren Verbündeten müssen wir so stark sein, dass niemand es wagt, uns anzugreifen. Für die Sicherheit des Landes müssen wir zurück zu mehr Abschreckung.“
Na, das schaffen wir doch. Mit rechts. Aber locker. In der Disziplin Abschreckung kann uns Deutschen schließlich keiner so schnell
was vormachen.
„Wir müssen so stark sein, dass kein Chinese es wagt, uns in den nächsten 1000 Jahren noch mal scheel von der Seite anzugucken.“ Nee, pardon, das war jetzt das falsche Manuskript... Ah, da is es ja:
„Zusammen mit unseren Verbündeten müssen wir so stark sein, dass niemand es wagt, uns anzugreifen. Für die Sicherheit des Landes müssen wir zurück zu mehr Abschreckung.“
Na, das schaffen wir doch. Mit rechts. Aber locker. In der Disziplin Abschreckung kann uns Deutschen schließlich keiner so schnell
was vormachen.
24.2.24
Oh, heilige Mariehuana!
Nur im Krieg, in Gottes Häusern und beim Sex wird noch mehr gelogen. Wobei Ihre Thesen, Meister Lauterbach, auch nicht ohne sind. Als altgedienter Kiffer hätt ich deshalb noch paar Fragen:
Kiffen soll also erlaubt sein. Danke. Bleibt aber verboten in der Nähe von Schulen und Kindergärten … Muss ich jetzt mit nem Stadtplan rumlaufen, in dem alle Schulen und Kindergärten eingetragen sind? Und diese ominöse „Nähe“ - wieviel Meter sind bei Ihnen „Nähe“? Und wer soll die kiffenden Blagen im Auge behalten? Die Eltern, die Lehrer, die Polizeieieieiei oder der Pfarrer? Wer mehr als 25 Gramm Cannabis mit sich durch die Gegend schleppt – haben Sie ne Vorstellung, wieviel Marihuana 25 Gramm sind? - oder mehr als drei Cannabispflanzen zuhause rumstehen hat – wer soll das denn schon wieder kontrollieren? Der Gärtner, der Nachbar oder Hare Krishna? - all die machen sich also weiterhin strafbar? Und dann soll’s noch diese Cannabis-Vereine geben, wo man wasweißich tun soll. Was soll denn diese Vereinsmeierei?
Und und und.
Als ihr euch diesen ganzen Stuss ausgedacht habt, was zum Teufel habt ihr euch denn da selber reingepfiffen? Wo kriegt man das Zeug? Wie heißt das? Macht das abhängig? Wird man dadurch künstlich intelligenter oder natürlich oder nur ein normaler Durchschnittsidiot?
Übrigens, wer mir in eurem Legalisierungs- und Antilegalisierungstheater aber am meisten auf die Nüsse geht, das sind eure aufgebrachten Dauerwellen-Muttis, die nicht nur vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
Vorschlag zur Güte: Lasst die Finger von dem Shit und die Polizei aus dem Spiel. Übergebt die Angelegenheit der Alkohol-und Tabakindustrie, ist zwar eine Mafia, aber dann ist doch wenigstens alles geregelt.
Dennoch, fürs erste bleib ich noch bei „Legal, illegal, miregal.“
Kiffen soll also erlaubt sein. Danke. Bleibt aber verboten in der Nähe von Schulen und Kindergärten … Muss ich jetzt mit nem Stadtplan rumlaufen, in dem alle Schulen und Kindergärten eingetragen sind? Und diese ominöse „Nähe“ - wieviel Meter sind bei Ihnen „Nähe“? Und wer soll die kiffenden Blagen im Auge behalten? Die Eltern, die Lehrer, die Polizeieieieiei oder der Pfarrer? Wer mehr als 25 Gramm Cannabis mit sich durch die Gegend schleppt – haben Sie ne Vorstellung, wieviel Marihuana 25 Gramm sind? - oder mehr als drei Cannabispflanzen zuhause rumstehen hat – wer soll das denn schon wieder kontrollieren? Der Gärtner, der Nachbar oder Hare Krishna? - all die machen sich also weiterhin strafbar? Und dann soll’s noch diese Cannabis-Vereine geben, wo man wasweißich tun soll. Was soll denn diese Vereinsmeierei?
Und und und.
Als ihr euch diesen ganzen Stuss ausgedacht habt, was zum Teufel habt ihr euch denn da selber reingepfiffen? Wo kriegt man das Zeug? Wie heißt das? Macht das abhängig? Wird man dadurch künstlich intelligenter oder natürlich oder nur ein normaler Durchschnittsidiot?
Übrigens, wer mir in eurem Legalisierungs- und Antilegalisierungstheater aber am meisten auf die Nüsse geht, das sind eure aufgebrachten Dauerwellen-Muttis, die nicht nur vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
Vorschlag zur Güte: Lasst die Finger von dem Shit und die Polizei aus dem Spiel. Übergebt die Angelegenheit der Alkohol-und Tabakindustrie, ist zwar eine Mafia, aber dann ist doch wenigstens alles geregelt.
Dennoch, fürs erste bleib ich noch bei „Legal, illegal, miregal.“
23.2.24
„Ich wollte heute kein Asylbewerber in Deutschland sein“ *)
Die allgemeine, schleichende Digitalisierung hat jetzt auch das Asylsystem erreicht - Stichwort: „Bezahlkarte für Asylbewerber“. (siehe auch Eintrag vom 8. 2.).
Begründet wird’s wie immer und überall: Is einfach demokratischer, schneller, ehrlicher und spart Geld, Zeit und Arbeitsplätze. Ja, kann sein; kann aber auch nicht sein.
Der wahre Grund ist ein etwas anderer. Diese Asylanten hätten es sich dummerweise angewöhnt - so pfeifen es die Spatzenhirne durch das Parlament - einen Teil ihrer Asylantenkohle unerlaubt und unkontrolliert in die Heimat zu überweisen. Die Rede ist von Riesensummen, die da Tag für Tag nach Afrika verschoben würden, anstatt in Deutschland zum Wohle aller anständig verbraten zu werden. Wenn aber unsere Reichstagsabgeordneten, die sich Tag für Tag für die, äh, Schwarzen ehrenamtlich quasi den Arsch aufreißen, den Eindruck bekommen, man müsste diesen Völkern erst mal beibiegen, wie Dankbarkeit geht, ist's kein Wunder, dass die Deutschen irgendwann anfangen zu murren und montags wieder los marschieren.
Weil wir aber eine offene, freie, feine Gesellschaft sind und das auch bleiben wollen, haben sich unsere Volksvertreter im Rahmen der Asylrechtsverschärfung diese Bezahlkarte ausgedacht, um nicht eines Tages böse überrascht zu werden. Mit dieser „Bezahlkarte“ kann jetzt der herkömmliche Asylbetrüger, ähm, Asylbewerber zukünftig nur noch eine digital festgelegte kleine Minisumme überweisen, für die es sich laut Berlin einfach nicht mehr lohnt, tagelang unter Lebensgefahr durchs Mittelmeer zu gondeln.
So weit, so ungut.
Weil wir aber eine offene, freie, feine Gesellschaft sind und das auch bleiben wollen und niemand überrascht sein soll, wenn auch unsere Asylanten hier in ihren Auffanglagern krawallig werden, muss die digitalisierte Asylrechtsverschärfung notabene wenigstens irgendwie mal öffentlich erwähnt oder angesprochen, zumindest aber andiskutiert werden. Und als große Helferin aus großer Not hat sich da wie immer die erfolgreichste Dreckzeitung Europas, die ‚BILD-Zeitung’ zur Stelle gemeldet. Und weil Markus Lanz bei so was immer gerne das Helferlein macht, konnte man nun in dem demokratischen Informationsdienst ‚BILD-Zeitung‘ lesen, wie weit das Elend hierzulande schon gediehen ist:
„Bezahlkarten-Schock bei Markus Lanz
Jeder zweite Flüchtlings-Euro geht ins Ausland!“
Tja, das hammer nu von unserem Mitgefühl.
--------------------------------
*) Im Original ging der Spruch so:
„Ich wollte heute kein Jude in Deutschland sein.“
Und stammt – wenn ich mich recht entsinne - von Hermann Göring.
Begründet wird’s wie immer und überall: Is einfach demokratischer, schneller, ehrlicher und spart Geld, Zeit und Arbeitsplätze. Ja, kann sein; kann aber auch nicht sein.
Der wahre Grund ist ein etwas anderer. Diese Asylanten hätten es sich dummerweise angewöhnt - so pfeifen es die Spatzenhirne durch das Parlament - einen Teil ihrer Asylantenkohle unerlaubt und unkontrolliert in die Heimat zu überweisen. Die Rede ist von Riesensummen, die da Tag für Tag nach Afrika verschoben würden, anstatt in Deutschland zum Wohle aller anständig verbraten zu werden. Wenn aber unsere Reichstagsabgeordneten, die sich Tag für Tag für die, äh, Schwarzen ehrenamtlich quasi den Arsch aufreißen, den Eindruck bekommen, man müsste diesen Völkern erst mal beibiegen, wie Dankbarkeit geht, ist's kein Wunder, dass die Deutschen irgendwann anfangen zu murren und montags wieder los marschieren.
Weil wir aber eine offene, freie, feine Gesellschaft sind und das auch bleiben wollen, haben sich unsere Volksvertreter im Rahmen der Asylrechtsverschärfung diese Bezahlkarte ausgedacht, um nicht eines Tages böse überrascht zu werden. Mit dieser „Bezahlkarte“ kann jetzt der herkömmliche Asylbetrüger, ähm, Asylbewerber zukünftig nur noch eine digital festgelegte kleine Minisumme überweisen, für die es sich laut Berlin einfach nicht mehr lohnt, tagelang unter Lebensgefahr durchs Mittelmeer zu gondeln.
So weit, so ungut.
Weil wir aber eine offene, freie, feine Gesellschaft sind und das auch bleiben wollen und niemand überrascht sein soll, wenn auch unsere Asylanten hier in ihren Auffanglagern krawallig werden, muss die digitalisierte Asylrechtsverschärfung notabene wenigstens irgendwie mal öffentlich erwähnt oder angesprochen, zumindest aber andiskutiert werden. Und als große Helferin aus großer Not hat sich da wie immer die erfolgreichste Dreckzeitung Europas, die ‚BILD-Zeitung’ zur Stelle gemeldet. Und weil Markus Lanz bei so was immer gerne das Helferlein macht, konnte man nun in dem demokratischen Informationsdienst ‚BILD-Zeitung‘ lesen, wie weit das Elend hierzulande schon gediehen ist:
„Bezahlkarten-Schock bei Markus Lanz
Jeder zweite Flüchtlings-Euro geht ins Ausland!“
Tja, das hammer nu von unserem Mitgefühl.
--------------------------------
*) Im Original ging der Spruch so:
„Ich wollte heute kein Jude in Deutschland sein.“
Und stammt – wenn ich mich recht entsinne - von Hermann Göring.