Man sollte es nicht für möglich halten, aber es gibt sie hin & wieder doch noch – die guten Nachrichten:
Da ist uns' Uschi vdL grade wegelobt nach Brüssel, da wird sie auch schon wieder von ihrer heißgeliebten Vergangenheit als Soldatenelse eingeholt inkl. mächtig unangenehmer Bedrängnis, weil sie alle Bundeswehrberateraffären-Untersuchungsausschuss-relevanten Mails von ihrem „privaten“ Diensthandy gelöscht hatte. Einfach so. In Tateinheit mit exklusiver, in solchen Fällen gern zugegebener bodenloser Ahnungslosigkeit. Und ich hatte befürchtet, wir würden sie nie wieder sehen.
***
Auch nicht falsch:
Bittere Pille für unser Jensken, unsern Bundesoberarzt am Krankenbett des Gesamtsystems!
Sein Organspendenvorschlag fiel mit Pauken und Trompeten in der Bundestagsdebatte durch. Headline in der 'taz':
„Kein Herz für Spahn“
Das tut doch gut.
Das Tagebuch
17.1.20
Die gute Nachricht der Woche
16.1.20
Si tacuisses …
Nee, dann auch nicht! Till Schweiger im Kölner Stadtanzeiger:
„Schauspielen kann man nicht lernen. Dazu gehört vor allem Talent. Und damit wird man geboren – oder eben nicht.“
Mensch Junge, da sagste was.
„Schauspielen kann man nicht lernen. Dazu gehört vor allem Talent. Und damit wird man geboren – oder eben nicht.“
Mensch Junge, da sagste was.
15.1.20
Die Kranken bitten zur Kasse
Die mit viel lautem Tamtam angekündigte Homöopathie-Klimbim-Kommission der Grünen ist, wie nicht anders an zwei Fingern abzuzählen war, bereits vor dem Start bravourös und final gegen die Wand gefahren. Dabei hätte es eine Lösung geben können! Jawoll ja.
Da unsere esoterischen Mitbürger erklärtermaßen nun mal auf alle Wissenschaften pfeifen und natürlich vice versa, hätten sich beide Fraktionen ja als Grundlage für einen Kompromiss vielleicht auf den omnipraktikablen Leitspruch verständigen können, den sich Papst Pius IV. als sein Grundgesetz auserkoren hatte, Pius IV., der spätmittelalterliche große Bruder im Aberglauben einerseits, der sich andererseits sein Leben lang eine bemerkenswert klare Sicht auf die Realitäten des Irdischen bewahrt hatte. Der große Pius IV. war nämlich der festen Überzeugung, ja, und als aller Christen Oberhaupt handelte er auch immer danach:
„Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“ Will heißen:
Die Welt will beschissen werden; also bescheissen wir sie.
Amen.
Da unsere esoterischen Mitbürger erklärtermaßen nun mal auf alle Wissenschaften pfeifen und natürlich vice versa, hätten sich beide Fraktionen ja als Grundlage für einen Kompromiss vielleicht auf den omnipraktikablen Leitspruch verständigen können, den sich Papst Pius IV. als sein Grundgesetz auserkoren hatte, Pius IV., der spätmittelalterliche große Bruder im Aberglauben einerseits, der sich andererseits sein Leben lang eine bemerkenswert klare Sicht auf die Realitäten des Irdischen bewahrt hatte. Der große Pius IV. war nämlich der festen Überzeugung, ja, und als aller Christen Oberhaupt handelte er auch immer danach:
„Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“ Will heißen:
Die Welt will beschissen werden; also bescheissen wir sie.
Amen.
14.1.20
Zur neuen Agrarverkotungsverordnung
Wer die dicksten Kartoffeln hat, muss nach einer uralten Bauernregel nicht unbedingt mit den Gesetzmäßigkeiten des Spätkapitalismus heutzutage so vertraut sein wie früher mit seinen Mägden.
Nicht nur deswegen ist es auch verständlich, wenn die Landwirte seit Wochen zu Hunderten mit ihren Treckern durch die Städte gurken, um aussichtslos gegen die drohende Arbeitslosigkeit und die neue Agrarverkotungsverordnung anzustinken.
Dass erstere für die meisten von euch, werte Bauern, irgendwann unweigerlich umme Ecke aufn Hof getreckert kommt, ist so logisch wie eben die Gesetzmäßigkeiten des Spätkapitalismus und so sicher wie das dann folgende Amen in eurer Dorfkapelle. Es gibt ja auch heute keine Kesselflicker mehr, keine Köhler, Harzer und Haderlumpen. Und da kräht auch hinterher kein Hahn nach.
Und was die Verkotung betrifft: Der liebe Gott hat seinerzeit gesagt, ihr sollt euch die Erde untertan machen. Von zuscheissen steht nix in der Bibel.
Danke.
Nicht nur deswegen ist es auch verständlich, wenn die Landwirte seit Wochen zu Hunderten mit ihren Treckern durch die Städte gurken, um aussichtslos gegen die drohende Arbeitslosigkeit und die neue Agrarverkotungsverordnung anzustinken.
Dass erstere für die meisten von euch, werte Bauern, irgendwann unweigerlich umme Ecke aufn Hof getreckert kommt, ist so logisch wie eben die Gesetzmäßigkeiten des Spätkapitalismus und so sicher wie das dann folgende Amen in eurer Dorfkapelle. Es gibt ja auch heute keine Kesselflicker mehr, keine Köhler, Harzer und Haderlumpen. Und da kräht auch hinterher kein Hahn nach.
Und was die Verkotung betrifft: Der liebe Gott hat seinerzeit gesagt, ihr sollt euch die Erde untertan machen. Von zuscheissen steht nix in der Bibel.
Danke.
12.1.20
Menschen mit schweren Meisen, Macken und Marotten -heute: Thilo Sarrazin
Die SPD mag ihn einfach nicht mehr. Und das Ausschlussverfahren läuft und läuft und läuft von einer Instanz zur nächsten; geht gleichsam seinen sozialdemokratischen Gang. Und was flüstert man so hinter vorgehaltener Hand? Wird er nu ausgeschlossen oder wird er nicht ausgeschlossen? Auf jeden Fall zieht sich die Sache noch was hin und nicht ausgeschlossen ist, dass er die Menschheit noch aus seinem Sarg heraus weiter belästigen wird.
Dabei geht’s schon lang' nicht mehr um die Frage, ob dieser typisch deutsche Blöd- und Büroklammermann ein Rassist ist. Dass er einer ist, hat er ja selber in akribischer Korinthenkackermanier und bislang 3 Werken auf insgesamt übern Daumen 750 bräsigen Seiten luzide, lang und breit nachgewiesen.
Darum geht’s gar nicht. Die SPD muss sich als Partei der sozialen Dingsbums, äh, Gerächtigkeit im Falle der Trennung von diesem komischen Vogel darüber im Klaren sein, will sie denn nur ein klein wenig Gerechtigkeit walten lassen, dass sie sich auch von allen andern Rassisten in der SPD wird verabschieden müsste. Lange Rede, kurzer Sinn: Mangels Mitglieder und Wähler käm se dann nach Adam Riese ja erst gar nicht mehr über die 5 Prozent und in den Bundestag!
Tja, dumm gelaufen mit Meise Sarrazin.
Aber vielleicht geht’s ja auch anders. Fragt den Mann doch einfach mal, warum er überhaupt in der SPD bleiben will. Und wenn er da keinen triftigen Grund für angeben kann, dann hat er bei euch doch nun wirklich nix zu suchen.
Dabei geht’s schon lang' nicht mehr um die Frage, ob dieser typisch deutsche Blöd- und Büroklammermann ein Rassist ist. Dass er einer ist, hat er ja selber in akribischer Korinthenkackermanier und bislang 3 Werken auf insgesamt übern Daumen 750 bräsigen Seiten luzide, lang und breit nachgewiesen.
Darum geht’s gar nicht. Die SPD muss sich als Partei der sozialen Dingsbums, äh, Gerächtigkeit im Falle der Trennung von diesem komischen Vogel darüber im Klaren sein, will sie denn nur ein klein wenig Gerechtigkeit walten lassen, dass sie sich auch von allen andern Rassisten in der SPD wird verabschieden müsste. Lange Rede, kurzer Sinn: Mangels Mitglieder und Wähler käm se dann nach Adam Riese ja erst gar nicht mehr über die 5 Prozent und in den Bundestag!
Tja, dumm gelaufen mit Meise Sarrazin.
Aber vielleicht geht’s ja auch anders. Fragt den Mann doch einfach mal, warum er überhaupt in der SPD bleiben will. Und wenn er da keinen triftigen Grund für angeben kann, dann hat er bei euch doch nun wirklich nix zu suchen.
11.1.20
„You don't need a weathermanto know, which way the wind blows“
Bob Dylan
Siemens-Konzernchef Joe Kaeser hat der Klima-Aktivistin Luisa Neubauer angesichts von Protesten über die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien einen Platz im Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens Siemens Energy angeboten.
"Ich möchte, dass die Jugend aktiv sich beteiligen kann. Der Konflikt zwischen Jung und Alt muss gelöst werden," so der freundliche Herr Kaeser.
Früher gab's von Vater Staat im Auftrage der Herren Knüppel-aus-de-Sack & Tränengas, heute von beiden eher faule Witze, Geld & gute Worte. Und - völlig umsonst - dazu noch, äh, dingens: Respekt.
Times they are a-changin'. Wer will oder auch nicht anders kann, darf sich übergeben.
"Ich möchte, dass die Jugend aktiv sich beteiligen kann. Der Konflikt zwischen Jung und Alt muss gelöst werden," so der freundliche Herr Kaeser.
Früher gab's von Vater Staat im Auftrage der Herren Knüppel-aus-de-Sack & Tränengas, heute von beiden eher faule Witze, Geld & gute Worte. Und - völlig umsonst - dazu noch, äh, dingens: Respekt.
Times they are a-changin'. Wer will oder auch nicht anders kann, darf sich übergeben.
10.1.20
It's Dschungelcamp-Time!(Diesmal u.a. mit Günther Krause; siehe auch TB-Eintrag vom 3.1.)
Was für 'n Aufwand
für einen Haufen
Scheisse!
Nur zur Info noch zwei Infos:
1) Nach 16 Jahren ist das „Dschungelcamp“ immer noch das meistgesehene und -diskutierte TV-Format des Jahres.
Und 2) Selbst unter führenden Ethnologen ist man sich nicht sicher, was das über diese Gesellschaft aussagt.
Mir persönlich fällt dazu auch nix groß mehr ein. Außer vielleicht das deutsche Grundgesetz, das den unheilbaren Massengeschmack betreffend immer genau hinhaut und das da lautet:
80 Millionen Fliegen können nicht irren.
für einen Haufen
Scheisse!
Nur zur Info noch zwei Infos:
1) Nach 16 Jahren ist das „Dschungelcamp“ immer noch das meistgesehene und -diskutierte TV-Format des Jahres.
Und 2) Selbst unter führenden Ethnologen ist man sich nicht sicher, was das über diese Gesellschaft aussagt.
Mir persönlich fällt dazu auch nix groß mehr ein. Außer vielleicht das deutsche Grundgesetz, das den unheilbaren Massengeschmack betreffend immer genau hinhaut und das da lautet:
80 Millionen Fliegen können nicht irren.
9.1.20
Neues vom Familienministerium
Karsten Giffey, Tierarzt und Ehemann von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD), hat seine Arbeitsstelle verloren. Er war als verbeamteter Veterinär im Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales tätig, hat dort. bei seinen Arbeitszeiten geschummelt und Dienstreisen abgerechnet, die nie stattgefunden haben.
Was das bienenfleißige Schummeln betrifft, ist die Franzi übrigens auch kein unbeschriebenes Blatt. Für ihre mit Plagiaten noch und nöcher zusammengeklickte Doktorarbeit ist Frau Doktor jedoch im Jahre 2019 nur gerügt worden.
Auf Anfrage wollte sich weder Franziska noch ihr umtriebiger Karsten äußern. Dafür erklärte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums:
„Die Ministerin äußert sich nicht zu persönlichen Angelegenheiten von Familienmitgliedern.“
2 Fragen hab' ich aber dennoch – mit Verlaub:
Wie dämlich bzw wie kackfrech darf man ... ach nee, komm, lassen wa das.
Was das bienenfleißige Schummeln betrifft, ist die Franzi übrigens auch kein unbeschriebenes Blatt. Für ihre mit Plagiaten noch und nöcher zusammengeklickte Doktorarbeit ist Frau Doktor jedoch im Jahre 2019 nur gerügt worden.
Auf Anfrage wollte sich weder Franziska noch ihr umtriebiger Karsten äußern. Dafür erklärte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums:
„Die Ministerin äußert sich nicht zu persönlichen Angelegenheiten von Familienmitgliedern.“
2 Fragen hab' ich aber dennoch – mit Verlaub:
Wie dämlich bzw wie kackfrech darf man ... ach nee, komm, lassen wa das.
8.1.20
Sternstunden des Fernsehens
Diesmal aus Österreich. Die 'Tagesschau' berichtet:
„Während der Vereidigung der neuen österreichischen Bundesregierung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen blendet der ORF versehentlich Untertitel einer Telenovela ein.
Die versehentliche Einblendung von Untertiteln der Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“ hat aus Szenen der Vereidigung der österreichischen Bundesregierung in der ORF-Mediathek eine Groteske gemacht.
Dabei standen der 33 Jahre alte ÖVP-Chef Sebastian Kurz und der Bundespräsident Alexander Van der Bellen nebeneinander und darunter zum Beispiel der eingeblendete Untertitel „Na, na du Küken?“. In einer anderen Szene stand unter beiden Politikern Screenshots der Untertitel „Du kannst hier anfangen. Als Kellner.“
Reality-TV vom Feinsten.
„Während der Vereidigung der neuen österreichischen Bundesregierung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen blendet der ORF versehentlich Untertitel einer Telenovela ein.
Die versehentliche Einblendung von Untertiteln der Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“ hat aus Szenen der Vereidigung der österreichischen Bundesregierung in der ORF-Mediathek eine Groteske gemacht.
Dabei standen der 33 Jahre alte ÖVP-Chef Sebastian Kurz und der Bundespräsident Alexander Van der Bellen nebeneinander und darunter zum Beispiel der eingeblendete Untertitel „Na, na du Küken?“. In einer anderen Szene stand unter beiden Politikern Screenshots der Untertitel „Du kannst hier anfangen. Als Kellner.“
Reality-TV vom Feinsten.