Mein Name ist Mensch
Ich habe viele Väter.
Und ich habe viele Mütter,
Ich habe viele Schwestern,
und ich habe viele Brüder.
Meine Väter sind schwarz
und meine Brüder sind gelb
Meine Mütter sind rot
und meine Schwestern sind hell.
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Und ich lebe von Luft,
und ich lebe von Liebe,
Ich lebe von Licht,
und ich lebe von Brot.
Ich habe zwei Augen
und kann alles sehn.
Ich habe zwei Ohren
und kann alles verstehen.
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Wir haben einen Feind.
Er nimmt uns den Tag,
er lebt von unserer Arbeit,
und er lebt von unserer Kraft.
Er hat zwei Augen,
und er will nicht sehen.
Und er hat zwei Ohren
und will nicht verstehen.
Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.
Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.
Ich weiß, wir werden kämpfen,
ich weiß, wir werden siegen,
ich weiß, wir werden leben,
und wir werden uns lieben.
Der Planet Erde
wird uns allen gehören,
und jeder wird haben, was er braucht.
Es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.
Und es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.
(1971)
***
Jenseits von Eden
Heiß, heiß, kochend heiß,
heiß, heiß, hundert Grad,
heiß, heiß, glühend heiß,
heiß, heiß, blühend weiß.
Jenseits von Eden.
Euphrat und Tigris
Allah wollte es - so
Sechshundertsechsundsechzig
schütze uns vor Gestern
Eins neun dreiunddreißig
In 3D und Farbe
Dann ist Sendepause.
Das war der Wilde Westen.
Hält Gott die Zehn Gebote?
Ich will nicht,
daß du in schwarz gehst
weil ich tot bin.
Wo warst du im Krieg?
Weißt du, was ich meine?
Du warst auf der Suche,
ich war auf der Flucht.
Hörst du die Räder rollen?
Durchsichtig und klar
Irgendwann in der Nacht
In Musik gebadet
Jede Blume hat ihren Schatten
Zweitausend Lieder
Zweitausend Tode
Mamamama, warum hast du mich gebor'n
oder hat mich der Esel im Galopp verloren?
Ach ich spring ins Leere.
Halleluja Schwestern
Ich hab den Text vergessen
,
ich bin mein Fragezeichen.
Doch ich komm morgen wieder,
gib mir deinen Segen.
Liebe, was ist das?
Das ist das Leben in der Stadt,
was soll daran schlecht sein?
Liebe kommt von unten.
Liebe hat schwache Worte.
Ach ich bin so müde.
Ich geh hier nicht weg,
geh zurück ins Meer,
such mir meinen Engel.
Wer ist hinterm Spiegel?
(1981)
(Rio Reiser)
Das Tagebuch
28.12.22
Was bin ich? Robert Lembke oder was?
Wahrscheinlich ist es wie zumeist nur eine Frage der Gewöhnung. Man muss nur oft genug und regelmäßig jeden Morgen im ‚Kölner Stadtanzeiger‘ Worte wie die „Geflüchteten“ oder „Studierendenrevolte“ lesen und gefühllos drüber hinweg gehen wie über eine anner Hacke hartnäckig festklebende Mischung aus Kaugummi und Hundescheisse, und schon macht es einem praktisch nix mehr aus. Es fällt einem auch gar nicht mehr auf. Mein morgentlicher Bedarf an staatstragender Komik ist damit nach geflüchteter pardon nach flüchtiger Stadtanzeiger-Lektüre jedenfalls gedeckt.
Doch etwas anders war mir an diesem Morgen.
Herr Gernot Kiefer, Chef und Vorstand des GKV, des Spitzenverbandes der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland (Puuh, mein lieber Schwan!), warnt vor Milliardenlöchern in der Pflegeversicherung und versichert im Gespräch mit dem ‚Stadtanzeiger:
„Der Beitragssprung, der auf die Versicherten und Arbeitgebenden zukommt, wird immer größer.“
Ja, wird wohl so sein. Aber wer zum Teufel sind denn jetzt schon wieder diese „Arbeitgebenden“?
Nun, nachdem ich eine kleine, repräsentative Umfrage unter meinen Sympathisanten gestartet hatte, war klar, wie ich oben zu recht vermutet hatte: Die ham sich alle schon so an diesen Gender-Stuss gewöhnt … da kann ich jetzt auch nichts mehr dran ändern.
Doch etwas anders war mir an diesem Morgen.
Herr Gernot Kiefer, Chef und Vorstand des GKV, des Spitzenverbandes der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland (Puuh, mein lieber Schwan!), warnt vor Milliardenlöchern in der Pflegeversicherung und versichert im Gespräch mit dem ‚Stadtanzeiger:
„Der Beitragssprung, der auf die Versicherten und Arbeitgebenden zukommt, wird immer größer.“
Ja, wird wohl so sein. Aber wer zum Teufel sind denn jetzt schon wieder diese „Arbeitgebenden“?
Nun, nachdem ich eine kleine, repräsentative Umfrage unter meinen Sympathisanten gestartet hatte, war klar, wie ich oben zu recht vermutet hatte: Die ham sich alle schon so an diesen Gender-Stuss gewöhnt … da kann ich jetzt auch nichts mehr dran ändern.
27.12.22
Leitmayr und Batic auf der Abschussliste
Es roch im Vorfeld schon danach, dass das nichts werden würde. Nach 5 Minuten hab ich denen noch mal 'ne 5 Minuten-Chance gegeben. Es wurde aber immer schlimmer. Und so fiel denn auch nach 10 Minuten der Gnadenschuss.
26.12.22
Ob sich der Papa in Rom, der Stellvertreter vom Christkind, wohl darüber freut?
„Ob der Krieg in der Ukraine 2023 beendet werden kann,“ so n-tv, „hänge von der militärischen Unterstützung des Westens ab, sagt der ehemalige Botschafter Melnyk. Deswegen wünsche er vom Christkind vor allem eins: westliche Waffen. Kampfjets und Kriegsschiffe.“
Da ist das Christkindl mal gerade 2 Tage alt, muss es auch schon sogleich wieder den Waffenschieber machen. Was ist das bloß für eine christliche Welt!
Da ist das Christkindl mal gerade 2 Tage alt, muss es auch schon sogleich wieder den Waffenschieber machen. Was ist das bloß für eine christliche Welt!
25.12.22
Hau den Lucas
„Es begab sich aber zu der Zeit,
dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus …“
Nee, ne?
dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus …“
Nee, ne?
24.12.22
Am sog. Heiligabend fällt‘s mir immer wieder ein
„Was wäre hier wohl los,“ - so oder so ähnlich hab ich es irgendwo mal bei Eckhard Henscheid gelesen - „wenn sich eines Tages oder Abends herausstellte, dass Gott gar nicht Gott hieße, sondern Hubert Hottner?“
P.s.:
35 Jahre lang, von 1960 bis 1995 lümmelte ich an diesem Tag immer traditionell mit meiner Schwester vor dem Fernsehkistenapparat rum und wartete und wartete aufs Christkind. Und jedes Jahr, same procedure, schneite irgendwann dann nur so‘n Hampelmann mit nem roten Mantel an ins überhitzte Wohnzimmer und brabbelte irgendwelches, für mich unverständliches Zeugs in seinen weißen Fusselplastikbart. Danach gab‘s noch Geschenke.
Seit 1995 kommt das Christkind nicht mehr, jedenfalls nicht zu uns. Ich aber werde diese Tradition aufrecht erhalten. Weil sonst, so hab ich mir erklären lassen, unser ganzes Wirtschaftssystem zusammenbrechen würde.
Und heute Abend guck ich noch mal "Im Namen der Rose".
P.s.:
35 Jahre lang, von 1960 bis 1995 lümmelte ich an diesem Tag immer traditionell mit meiner Schwester vor dem Fernsehkistenapparat rum und wartete und wartete aufs Christkind. Und jedes Jahr, same procedure, schneite irgendwann dann nur so‘n Hampelmann mit nem roten Mantel an ins überhitzte Wohnzimmer und brabbelte irgendwelches, für mich unverständliches Zeugs in seinen weißen Fusselplastikbart. Danach gab‘s noch Geschenke.
Seit 1995 kommt das Christkind nicht mehr, jedenfalls nicht zu uns. Ich aber werde diese Tradition aufrecht erhalten. Weil sonst, so hab ich mir erklären lassen, unser ganzes Wirtschaftssystem zusammenbrechen würde.
Und heute Abend guck ich noch mal "Im Namen der Rose".
23.12.22
„News fatigue“
Ein neues Phänomen macht die Runde. Und der dazu gehörige terminus technicus auch. Medienwissenschaftler (Was es alles gibt!) sprechen von „Nachrichtenmüdigkeit". Aha.
Dass das enorm gestiegene Desinteresse der Leser vielleicht in Verbindung steht mit dem enorm gestiegenen Desinteresse am Leser – kein Gedanke für Meister Medienwissenschaftler..Is ja auch egal.
Bei mir ist es aber ein wenig anders. Bei mir war das immer schon so. Und heute ist es bei mir noch mal anders. Heute hab ich mich einfach entschieden, nicht erst ab morgen nachmittag, sondern ab heute schon aufs Christkind zu warten. Und ich überlege, ob ich diesen speziellen Umgang mit den sog. „news“ nicht auch auf das komplette kommende Jahr ausdehnen …
Ma kukken.
Dass das enorm gestiegene Desinteresse der Leser vielleicht in Verbindung steht mit dem enorm gestiegenen Desinteresse am Leser – kein Gedanke für Meister Medienwissenschaftler..Is ja auch egal.
Bei mir ist es aber ein wenig anders. Bei mir war das immer schon so. Und heute ist es bei mir noch mal anders. Heute hab ich mich einfach entschieden, nicht erst ab morgen nachmittag, sondern ab heute schon aufs Christkind zu warten. Und ich überlege, ob ich diesen speziellen Umgang mit den sog. „news“ nicht auch auf das komplette kommende Jahr ausdehnen …
Ma kukken.
22.12.22
Besuch im Land der unbegrenzten …
Selenskyj bei Biden. Sehr gut. Prima. Richtig so. Und weiter so!
Nur, werter Selenskyj - ich mach es kurz – und wenn ich der einzige bin hier auf Erden, tun Se mir und dem Rest unsrer demokratischen Wertegemeinschaft einen kleinen Gefallen, kost ja nix, und als ehemaliger Komiker kennen se das ja und dürfte Ihnen nicht so schwer fallen, also, fordern, fordern, fordern, immer nur fordern und dabei so‘n Gesicht machen … Da kommt am Ende des Tages nich viel bei rum. In Köln sagt man: „Wer poppen will, muss fründlich sein!“ Oder so ähnlich. Dann klappt‘s auch wieder mit Watweißichwem.
Ach, und noch was! Hätt' ich fast vergessen:
T-Shirt-Wechsel!! Herr Präsident! Einfach mal das T-Shirt wechseln! Da muss man auch nix fordern, einfach nur machen. Alle drei Wochen mal ein anderes T-Shirt, und schon sieht die Welt ganz anders aus. (Weiß ich aus Erfahrung.)
Ja, nee, nix zu danken. Gern geschehen.
Nur, werter Selenskyj - ich mach es kurz – und wenn ich der einzige bin hier auf Erden, tun Se mir und dem Rest unsrer demokratischen Wertegemeinschaft einen kleinen Gefallen, kost ja nix, und als ehemaliger Komiker kennen se das ja und dürfte Ihnen nicht so schwer fallen, also, fordern, fordern, fordern, immer nur fordern und dabei so‘n Gesicht machen … Da kommt am Ende des Tages nich viel bei rum. In Köln sagt man: „Wer poppen will, muss fründlich sein!“ Oder so ähnlich. Dann klappt‘s auch wieder mit Watweißichwem.
Ach, und noch was! Hätt' ich fast vergessen:
T-Shirt-Wechsel!! Herr Präsident! Einfach mal das T-Shirt wechseln! Da muss man auch nix fordern, einfach nur machen. Alle drei Wochen mal ein anderes T-Shirt, und schon sieht die Welt ganz anders aus. (Weiß ich aus Erfahrung.)
Ja, nee, nix zu danken. Gern geschehen.