Das Tagebuch

14.9.23
Wenn am Sonntag Wahlen wären in Brandenburg …
nach aktuellen Umfragen, dann würde ...
… neiiin! Ich will es gar nicht wissen!
Ach, komm‘, hab dich nich‘ so! Is nur eine Zahl: 32! Da ist aber das Erstaunen groß, was? 32! Ja, so sieht‘s aus. 32 haben die jetzt! Und? Koffer schon gepackt? 32! Lecko mio! Was hammer uns ver­dacht! Mein lieber Herr Gesangsverein. 32…
Andererseits: 32 ist doch noch kein Weltuntergang. Bisher is et nur das Ergebnis einer Umfrage von Infratest-dimap. Und was heißt das schon: AfD - zum 1. Mal mit Abstand stärkste Partei in einem Bun­desland. Ja, was heißt das schon: die Faschisten stärkste Kraft in 'nem Bundesland ...
13.9.23
Aus der Serie
"Erkenntnisse, auf die man gerne verzichtet hätte"
Der Antisemitismus -
Eine Art unendliche Geschichte
Da hatte man gedacht, der Fall Aiwangers sei an Primitivität nicht mehr zu toppen; da muss man erkennen, es war gar kein Fall son­dern ein Aufstieg. Nicht trotz sondern wegen seiner Primitivität kletter­ten daraufhin die Sympathiewerte in die Höhe und mutierten damit die Freien Wähler zur zweitstärksten Partei in Bayern. Zwar stam­men die antisemitischen Zuwächse alle im Wesentlichen aus alten, gläubigen CSU-Traditionsbeständen, aber man will ja die erfolgreiche Koalition weiter fort­führen. Insofern ist der heiße Fall,
der keiner war, auch diesmal wieder scheiß-e-gal.

P.s.:
Hubi, alter Aiwanger, die aufgeblasene Schulranzengeschichte mit all deinen Halb-, Viertel- und Dreiviertelwahrheiten inkl. fetten Ewigkeitslügen, mag aus heiterem Himmel über dich gekommen sein, entpuppte sich dann aber doch wieder als 1A-Karriererampe beispielhaft für alle armen Opfer der „volksfernen Elite“ und als prima Persilschein für die Weiterfahrt als klassisch verfolgte Un­schuld. Insoweit wissen wir also, was aus dir alles noch werden könnte.
Wir hoffen nur, dass die (mal ganz bescheiden ausgedrückt) Guten in diesem Narrativ sich allseits an den 1. Hauptsatz des Malers und Graphikers F. Goya erinnern werden, der da hieß:
„Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“
Wenn das Ungheuer nicht schon längst ausgewachsen unter uns weilt. (Eine dieser Nachteulen auf dem Bild von Goya sieht dem Aiwanger übrigens ziemlich ähnlich, wenn ich mich nicht irre.)
12.9.23
Nee nee! Nich‘ genauso! Noch kaputter!
Ach, es ist ja so abgedroschen. So 1000 mal gesagt! Jetzt also zum 1001. Mal: Who the fuck is Alice?! Yeah, who the fuck is Alice Weidel?
Alice ist der Chef der „Arschlöcher für Deutschland“ und im „ARD-Sommer-Interview“ landete Frau Weidel diesen historischen Treffer - und besser geht‘s nu wirklich nich‘. „Auf die Frage“ – wie Christoph Schwen­nicke auf t-online schreibt - , „warum sie nicht genau so wie ihr Parteivizedingsbums Tino Chrupalla(balla) auch am Em­pfang der russi­schen Botschaft am Tag der deutschen Kapitula­tion am 9. Mai teil­genommen hat, antwortete sie: Sie habe sich dagegen ent­schieden, ‘die Niederlage des eigenen Landes mit einer ehema­ligen Besatzungsmacht zu befeiern‘.“
'Die Niederlage des eigenen Landes.'
Was ist das Flugblatt in der Schultüte eines 16jährigen Pennälers mit einer schon damals erkennbar toten Hirnmasse inkl. die tage­lange kollektive Schein-Echauffiererei über diese hohle Nuss gegen Frau Alice Weidel?
Grade mal nix.
11.9.23
So, und wie geht‘s weiter?!
So, würd ich sagen:
Nach der erfolgreichen Abschlusserklärung des erfolgreichen G20-Gipfels von Neu-Dehli mit der dummen Geschichte Russland vs. Ukraine – wenn man Scholz Glaubensbekenntnis Glauben schenken will - „mit Erfolg“. Ebenso erfolgreich wird es wohl nach dem G20-Gipfel von Neu-Dehli auch mit dem Klimawandel weitergehen. So weit – was diese zwei Globalprobleme betrifft - so gut.
Was aber das dritte brennende Weltproblem angeht, das Ende der Linken in Deutschland bzw. Sahra Wagenknecht und ihre neue Par­tei, sieht die Lage um ein paar Grade diffiziler aus:
„Viele fühlen sich von keiner Partei mehr vertreten und wählen aus Verzweiflung AfD. Ich fände es gut, wenn diese Menschen wieder eine seriöse Adresse hätten,“ sagt Sahra Wagenknecht.
Na, det wird ja dann ‘ne schöne, ordentliche neue linke Partei wer­den, deren wesentliche Mitglieder ein paar Wochen vorher noch die Faschisten gewählt haben! Aber für genau so dämlich hält diese Frau die Leute, die ihr folgen sollen.
Und genauso dämlich sind die auch. Und genau so dämlich wird‘s auch weitergehen.
30.8.23
Bewegung 30. August
Jetzt aber so was von weg nach Tunix!
29.8.23
Was soll's?
Noch eine voraussichtlich nicht letzte Aiwangereinmischung
Ich weiß nicht, ob es stimmt, wie man überall hörte, dass ganz Deutschland gestern über die Aiwanger-Klamotte disputierte. In der 20Uhr-Tagesschau verlor man jedenfalls kein einziges Wort über ihn.
Gut, es mag nicht ganz Deutschland gewesen sein, das da gestern disputierte. Es war auf jeden Fall die Mehrheit und der Aiwangers­Hubi das Thema Nr. 1.
Und die meisten meinten, es sei wohl eine Jugendsünde gewesen, winkten ab und murmelten was von Schlussstrich. Und eine Jugend­sünde ist ja bekanntlich meistenteils … na ja, was soll man sagen, wie soll man's sagen, halt lang her, verzeih­lich eben, also was soll's.
Egal. Die CDU jedenfalls, generalsekretiert durch Carsten Linne­mann, war der Meinung, „die Inhalte des Flugblatts seien widerlich, abscheulich und menschenverachtend. Nun gelte es, aufzuklären.
Es gebe eine historische Verantwortung, dass wir jüdisches Leben in Deutschland schützen und Judenhass bekämpfen, und überhaupt, Antisemi­tis­mus hätte in Deutschland keinen Platz.“
Hm.
Aber was soll's?
Gehen wir der Reihe nach.
Nicht die Inhalte des Flugblattes waren in diesem Fall widerlichab­scheulichundmenschenverachtend etcusw, sondern die Einstellung desje­nigen, der‘s geschrieben hatte. Oder eben nur in der Schultüte liegen gelassen hatte, also Hubi höchstpersönlich. Und es gelte nun, so sprach d'r Linnemann, aufzuklären, sprich: die Fenster zu öffnen, als hätte irgend jemand einen fah­ren lassen.
In einem Punkt allerdings lag der CDU-Generalsekretär goldrichtig: dass nämlich die Verantwortung, das Leben der Juden in Deutsch­land zu schützen und den Judenhass zu bekämpfen, de facto in der Tat historisch geworden sei, also Vergangenheit.
Was beim kommenden intensiven Aufklärungsrummel aber wohl für immer auf der Strecke bleiben wird, ist die Antwort auf die Frage, wie etwas in diesem Land keinen Platz haben kann, das hier doch offensichtlich zur unausrottbaren mentalen Grundausstattung ge­hört.
Nun, vielleicht ist das Ganze am Ende ja sogar einfach unerklärlich.
Fürs Unerklär­liche aber ist in Bayern, wie alle glauben zu wissen, die Kirche zuständig. Wie am Ende dann auch fürs Beichtgeheimnis.
Also, was soll's?

P.s.:
Ich wünsche mir schönen Urlaub.
Bis denne.
28.8.23
In eigener Sache
Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge oder die Russen kämen, die Chinesen oder die Wölfe oder alle Plagen des Herrn auf einmal, selbst wenn übermorgen plötzlich fußballfeld­große Kakerlaken die Regierung stürzten, die katholische Kirche daraufhin das machte, was sie immer schon gemacht hat, und meine Frau mit irgendeinem anderen Mann … nee nee, dann nicht, aber wenn sich herausstellte, dass Gott gar nicht Gott hieße sondern Hubert Hottner (E. Henscheid), ja, selbst wenn ich aus heiterem Himmel ganzganz schlimmen Fußpilz bekäme, würde ich nicht wie ein mittelalterlicher Mönch heute noch ein Apfelbäum­chen pflanzen, sondern für 2 Wochen zu unserm schicken Ferien­häuschen nach Holland fahren.
Mit etwas anderen Worten:
Bis 11. September ist hier also Funkstille.
27.8.23
Was is das eigentlich für einer?
Heute: Hubert 'Hubi' Aiwanger, Bayerns Regierungsvize und Vorsitzer der Freien Wähler
Herr Hubert 'Hubi' Aiwanger, Bayerns Regierungsvize und Vorsitzer der Freien Wähler … das reicht eigentlich schon ... soll als Schüler zu­sammen mit seinem Bruder einen Aufruf verfasst haben für einen fiktiven Bundeswettbewerb zum Thema „Wer ist der größte Landes­verräter?“, bei dem es auch was zu gewinnen gab.
4. Preis: Ein einjähriger Aufenthalt in Dachau -
3. Preis: Ein kostenloser Genickschuss -
2. Preis: Ein lebenslänglicher Aufenthalt in einem Massengrab -
und
1. Preis: Ein Freiflug durch den Schornstein von Auschwitz -
ähm ...
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26.8.23
Nachtrag zum Eintrag vom 23. „Arsch auf Eimer“
Das neue Staatsbürgerschaftsrecht inkl. Einbürgerungsrecht, das am letzten Mittwoch vom Kabinett gebilligt wurde, soll für eine bessere Integration der schon länger hier lebenden Ausländer sorgen.
„Wir sind mitten in einem weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe.“ So sprach die Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Dass die Heimatländer der Einzubürgernden dann dadurch noch länger in die "entwicklungspolitische" Röhre gucken dürfen, ist dieser Frau natür­lich scheiß-e-gal.
Doch für ihr Heimatland hier hat der Gesamtentwurf auf den ersten Blick sogar eine eher gut riechende Nebennote:
„Aber Deutscher kann nur werden“, so die Faeser weiter, „wer sich zur freiheitlichen und vielfältigen Gesellschaft bekennt. Rassismus, Antisemitismus oder jede andere Form von Menschenfeindlichkeit stehen einer Einbürgerung entgegen. Da gibt es keinerlei Toleranz.“
Da freut man sich natürlich über jeden Ausländer, der dann noch deutscher ist als die Deutschen. Und noch mehr über die vielen Deutschen, die dann alle auf der Stelle und augenblicklich ausge­bürgert werden müssten – aufgrund der gesetzlich festgelegten Gleichbehandlung.
Nur – und da meldet sich auch schon das große Nur – nur hat man sich damit zwei hübsche neue, hartnäckige Probleme eingehandelt: Wie kriegt man raus, wie die Deutschen, die man raus haben will, ticken und vor allem, wohin mit denen? Naja,ähm, vielleicht kann man se ja dem­nächst – mit chinesischer Hilfe - aufn Mond schießen. Wer weiß.