Das Tagebuch

13.5.16
Ein Furz im Weltall
Die Kölner Kirchenzeitung, nee, der 'Kölner Stadtanzeiger' ist ganz hin und weg und jubiliert die Seite 1 voll:
„Franziskus prüft Weiheamt für Frauen“
Oooooh! Franziskus prüft das Weiheamt für Frauen! Aaaaah! Das is ja 'n Ding! Franziskus prüft das Weiheamt für Frauen! Ah, das ist ja wunderbar! Ein toller Papst! Man sieht wieder mal: Franziskus bringt Bewegung in die festgefahrene Debatte über ein Weiheamt für die Frauen. Ich denke, das ist sensationell. Oder wie der Stadtanzeiger schreibt:
„Papst Franziskus bringt Bewegung in die festgefahrene Debatte über ein Weiheamt für Frauen. Das Zentralkomitee deutscher Ka­tholiken nennt den Vorstoß des Papstes 'sensationell'.“
Und, Herr Cheftheologist Joachim Frank, ich frage erst gar nicht, was da wohl bei rumkommen wird, weil ich's bereits nämlich weiß.
Was ich Sie aber immer schon mal fragen wollte: Was glauben Sie, wie viele Ihrer Abonnenten lesen eigentlich diesen ganzen Scheiß?
12.5.16
Noch mal zu diesen leidigen Tiernummern
„Morgen wird das Europäische Parlament über den visafreien Weg türkischer Staatsbürger nach Europa beraten. Wenn das Parlament eine falsche Entscheidung trifft, schicken wir Flüchtlinge los“, schrieb am Dienstagabend der AKP-Abgeordnete Burhan Kuzu auf Twitter. Kuzu ist Professor für Verfassungsrecht und gilt als wichtigster Bera­ter von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.
Ich sag mal so: Selbstverständlich is 'Ziegenficker' eine Beleidigung. Allerdings nicht für Erdogan, sondern für die entsprechende Ziege. Und solange von Seiten der Ziegen kein Protest kommt, ist doch gegen das Wort 'Ziegenficker' gar nichts einzuwenden.

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Apropos:
Spät, aber nicht zu spät, um auch noch mal eben auf den gnadenlos überfüllten Zug der sog 'Kölner Silvester-Horrornacht' aufzuspringen und nebenbei etwas Kleingeld fürs Finanzamt zusammenzukratzen, liegt seit heute eine räudige Essaysammlung aus den Futtfingern der Journalistenimitatorin Alice Schwarzer auf den Haufen der üblichen Bestsellerfressen mit dem Titel „Der Schock – Die Silvesternacht von Köln“. Darin dreht sich alles um "den Sexismus und Rassismus der Nordafrikaner und Araber" – und wer wollte bestreiten, dass diese Denkrichtungen in einer - ja, doch, muss man schon sagen - eher unfeinen Ausprägung bei einigen unserer dunklen Mitbürger zu finden sind.
Nur, werte Kitsch'n'Krawallschachtel Schwarzer, ist es nicht so, dass, genauso wie ein staatlich anerkannter Steuerhinterzieher nicht mehr über Steuer­hinterziehungsoasen reden sollte, immer auch jemand, der regelmäßig für Europas dreckigste Unterhosenzeitung schreibt, zu dreckigen Unter­hosen schweigen müsste?
11.5.16
Heimatkunde -
heute: Euskirchen
Der 'Kölner Stadtanzeiger' informiert:
„Im Kreis Euskirchen soll der Vorrat an Jodtabletten von 12000 auf 200000 aufgestockt werden. Die Tabletten werden vorgehalten für den Fall, dass es im AKW Tilhange zu einem Unfall kommt. Derzeit liegen Tabletten für Personen bis 45 Jahren bereit, die im Radius von 100 Kilometern“ usw.
Vielen Dank für die Information.
Aber unabhängig von dem Problem, dass man den Leuten nicht erklären könne, so der Kreisbrandmeister Udo Crespin, warum die Einwohner von Mechernich die Tabletten im Unfallfall erhalten, nicht aber die von Kommern, das jenseits vom 100-Kilometer-Radius gleich nebenan liegt, wäre es vielleicht ganz sinnvoll, lieber Stadtan­zeiger, allen (!) Einwohnern einen Merkzettel zu verabreichen, auf dem das „Vater unser“ abgedruckt ist - wie auch alle Strophen von „Maria, breit den Mantel aus“. Das dürfte für ein Blättchen doch kein Problem sein, dessen Chefkorrespondent als studierter Theologist
da sowieso jeden 2. Tag irgend'ne weltbewegende Heiligenlegende zusammen­phantasiert.
10.5.16
Heimatkunde -
heute: Irgendwo in Bayern
Als seinerzeit der bayerische Innenidiot Joachim Herrmann (CSU) in einer Talkshow Roberto Blanco als „wunderbaren Neger“ bezeichnet hatte, platzte unserm schwarzen Mitbürger David Schneider-Addae-Mensah zum wiederholten Male das teure Bananenkostüm. Also hockte sich der wunderbare Hottentotte an seine Schreibtrommel und bezeichnete seinerseits in einem privaten Woodoo-Schreiben besagten Rassen-Herrmann als „wunderbares Inzuchtsprodukt“, worauf ihn ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft über 2500 Euro ereilte, welcher allerdings vom außerhalb Bayerns gelegenen Amts­gericht Karlsruhe dann ad acta gelegt wurde.
Aber zu glauben, der oberste bayerische Innenidiot würde aus dem Urteil was lernen oder gar begreifen, wär womöglich ein wenig ver­wegen. Denn sonst wär der Herrmann wohl auch nicht geworden, was er immer schon war: der oberste Innenidiot von Bayern.
9.5.16
Siggi Pop, der Kanzlerkandidat
„Schulen müssen Deutschlands Kathedralen werden.“
Waswiller?

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Was war sonst noch?
Europatag.
Dazu der Bekloppte vom Bosporus:
„Ihr geht euren Weg, wir gehen unseren.“
Yo! Geh nur! Geh wegen mir auch in Allahs Namen, aber geh!
Und tschüß.

Nachtrag:
Allah aber ist nachtragend der Prototyp der beleidigten Leberwurst. Nun hat ER - Gepriesen sei sein Sonstwas - Dr. Ralf Höcker , den deutschen Medienanwalt und Knecht seines beleidigten Knechtes Sultan Hatschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah Hatschi Erdogan, beauftragt, dem AxelCäsar­Springer-Chef Mathias Döpfner wegen dessen Solidarisierung mit Böhmermanns Ziegenficker-Nummer per Einstweiliger Verfügung
die Ziegenbeine, pardon, die Hammelbeine langzuziehen.
(Fortsetzung folgt.)
8.5.16
Deutsche Willkommenskultur
In Afrika ist Muttertag und das am achten Mai
Und jeder, der 'ne Mutter hat, der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla ho ho ho ho ho
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Ja, der hat drei Tage frei.

(Da hammer ihn, den Muttertag, und wer wissen will,
wie's weitergeht, klickt sich auf den 24. März zurück.)

Aber dann war da noch irgendwas! Irgendwas war da doch noch ...
AchterMai.AchterMai.AchterMai.AchterMai...
Mannmannmann! Muttertag, Muttertag, Muttertag ...
Moment, ich komm gleich drauf ...
Muttertag ... Muttertag ... ...
Ach ja, Niederschlagung des deutschen Faschismus!
7.5.16
Heimatkunde -
heute: taz, Berlin
Headline der 'taz am Wochenende':
„Hurra, hurra, das Rad ist weg!
Fast 1000 Räder werden täglich in Deutschland geklaut – kaum ein Fall wird aufgeklärt. Also hat sich die taz auf die Lauer gelegt – mit einem Peilsender, Rubrik Sachkunde, Seite 26/27“
Zwei spannende Seiten lang gibt’s dann eine modernisierte Version von Enid Blytons „5 Freunde und die Fahrraddiebe“ - mit Gruppen­diskussionen, Verfolgungsjagden und Selbsterfahrungsabenteuern vom Nachwuchs ehemals linker Eltern und dem ganzen restlichen Scheißdreck, der ansonsten noch dazu gehört, und dem Ergebnis: Rad wieder da & der Dieb ab durch die Mitte auf Nimmerwiedersehn. Das unfass­bare, wenig überraschende, allerdings wegweisende Ende vom taz-Lied aber geht so:
„Ihr Fahrrad wurde geklaut? Schicken Sie uns Ihre Geschichte an fahrradklau@taz.de! Wir verlosen unter den EinsenderInnen das GPS-Rücklicht, mit dem die taz ihr Fahrrad zurückbekam.“
Liebe tazler, eure nächsten und übernächsten kritischen Beiträge über Bürgerwehren, Hilfsbullen und ähnliches Gesindel könnt ihr euch ab heut getrost in den Arsch schieben. Offen genug isser ja.
Beste Grüße.
Von einem, dem bis dato noch jedes Rad geklaut worden ist.
6.5.16
Ich glaub', ich hab mich verlesen!
Sehr - sagen wa einfach mal - von allen Seiten geehrter Herr Karl Kardinal Lehmann,
guten Tag, Redundanz! Als Ihr im gebenedeiten Gespräch mit der 'Rheinischen Post' auf das Thema Arschlöcher für Deutschland (AfD) zu sprechen kamet, sinniertet Ihr wie aus der Pistole geschossen: „Rassisten sind für Christen unwählbar.“
Ei der Daus, Exorbitanz Karl Kardinal Komiker, rief's da aus mir raus! Seit wann dat dann?! Sind Wir in der eigenen Jammertalgeschichte auf einmal nicht mehr gut bepilgert? Schummeln Wir uns hier auch wie­der weiter das Blaue vom Himmel herunter? Oder intim gefragt:
Steht der nächste Beichttermin schon fest?
5.5.16
Deutsche Willkommenskultur
Am Beispiel Volker Kauder:
„Muslime gehören zu Deutschland - der Islam jedoch nicht.“
Hauptsache, du gehörst zu Deutschland!
Genauso wie die Mülltrennung.

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*** Breaking news *** Breaking news *** Breaking news ***
Heimatkunde -
heute: Chemnitz
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'Die Welt' weiß alles und meldet:
„Zwei Mädchen in Chemnitz belästigt -
Die Polizei in Chemnitz sucht mit Hilfe eines Phantombildes nach einem mutmaßlichen Sexualstraftäter. Der Unbekannte soll am Montagabend eine Neunjährige im Eingang eines Mehrfamilien­hauses geküsst und sexuell belästigt haben.“

(Werte sensiblen Leserinnen und Leser! Bevor Sie aus der Haut fahren... Was meinen Sie: Wieviel zigtausend ähnliche Vorfälle passieren hier in Deutschland jeden Tag und jede Nacht? Und wieviele davon landen allein aus Platzgründen nicht in der Google-Hitparade? Na, also.)