Ein internes Dokument der katholischen Kirche belastet nach einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ den emeritierten Papst Benedikt XVI.
Die Internet-Zeitung „Tag 24“ schreibt weiter:
„In dem betreffenden Fall geht es um den Priester H. aus Gelsenkirchen, der vielfach minderjährige Jungen missbraucht haben soll. 1980 wechselte der Geistliche aus dem Bistum Essen in das Erzbistum München und Freising.
An dessen Spitze stand damals Erzbischof Joseph Ratzinger (94) - der spätere Papst Benedikt.“
Wenn sich herausstellen sollte, dass der liebe Ratzinger in seiner wahrlich ehrenamtlichen Funktion als Chefvertuscher auch einen anständigen bzw. unanständigen Batzen Dreck am Stecken angesammelt hat, dann verheißt das für die Zukunft nichts Gutes, dann wird es wohl letztendlich heißen – und die Spatzen tschilpen das ja schon seit Jahren von Dächern der Kapellen:
„Ja, also, wenn selbst der spätere Stellvertreter Gottes … ich mein ... wenn selbst der Papst … also, vielleicht sollte man diese ganze unangenehme Angelegenheit doch mehr aus der Sicht himmlischer Gnadenerweisungen …“ usw.usf.
Na, wie auch immer, es wird auf jeden Fall, da bin ich mir sicher, so mancher Christenmensch mit seinem Kirchenlatein irgendwann am Ende sein. Irgendwann.
Das Tagebuch
3.1.22
„Ich hör große WorteIch hör große Worte
Aber ich weiß
Da is ne Bombe in der Torte“
(Rio Reiser)
Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten sie nicht nur den lieben Gott immer auf ihrer Seite, sondern auch einen zu allseits & allem bereiten Staat inkl. einer bis an die Zähne bewaffneten Polente, die sich bei der Arbeit alles erlauben konnte, vom einfachen Knüppel-aus-dem-Sack über Tränengas, Pfefferspray, Wasserwerfer und Gummigeschosse bis hin zu Putativer Notwehr und dem finalen Rettungsschuss.
Dann aber kam Fukushima, und mit Fukushima die große Stunde der Angela Merkel. Alle, ausnahmslos alle, selbst die AKW-Betreiber selber, erlagen dem unentrinnbaren Charme ihrer Kanzlerin und mochten von heute auf morgen auch keine Atomkraftwerke mehr leiden.
In jener Zeit machte auch immer mehr ein neues Wort von sich reden, ein politisches Stusswort ohnegleichen, ein Begriff, dessen absolute Inhaltsleere sich mit „Vakuum“ nur äußerst unzureichend übersetzen lässt, ein Schwurbelwort, das sogar so balla-balla ist, dass man es ernsthaft weder gebrauchen noch missbrauchen kann, trotzdem neuerdings in jeden Satz mindestens 3 mal am Tag reingeschwurbelt wird. Sie nennen es „Nachhaltigkeit“.
Zurück zur Atomkraft
Heute, wo es für die fetten Energiekonzerne, die mal eben locker konvertierten vom CO2-Fetisch zum 1A-Nachhaltigkeitsmonster - allmählich eng wird und ihre legendären Lieblinge Brokdorf und Grohnde ausgelaufen sind, lassen sie nicht wie früher die Bullen auf die Wiese, sondern wenden sich friedlich und demokratisch ans Europa-Parlament „Zur hl. Nachhaltigkeit“ - mit dem Argument, ihre AKWs seien schließlich keine CO2-Schleudern sondern quasi der Inbegriff der gebotenen Nachhaltigkeit und damit die einzige Möglichkeit, unseren geschundenen Planeten noch zu retten.
Tja, und wer wollte jetzt noch behaupten, dass deren Sondermüll mit einer Halbwertzeit von 1 Million Jahren nicht nachhaltig wäre.
Dann aber kam Fukushima, und mit Fukushima die große Stunde der Angela Merkel. Alle, ausnahmslos alle, selbst die AKW-Betreiber selber, erlagen dem unentrinnbaren Charme ihrer Kanzlerin und mochten von heute auf morgen auch keine Atomkraftwerke mehr leiden.
In jener Zeit machte auch immer mehr ein neues Wort von sich reden, ein politisches Stusswort ohnegleichen, ein Begriff, dessen absolute Inhaltsleere sich mit „Vakuum“ nur äußerst unzureichend übersetzen lässt, ein Schwurbelwort, das sogar so balla-balla ist, dass man es ernsthaft weder gebrauchen noch missbrauchen kann, trotzdem neuerdings in jeden Satz mindestens 3 mal am Tag reingeschwurbelt wird. Sie nennen es „Nachhaltigkeit“.
Zurück zur Atomkraft
Heute, wo es für die fetten Energiekonzerne, die mal eben locker konvertierten vom CO2-Fetisch zum 1A-Nachhaltigkeitsmonster - allmählich eng wird und ihre legendären Lieblinge Brokdorf und Grohnde ausgelaufen sind, lassen sie nicht wie früher die Bullen auf die Wiese, sondern wenden sich friedlich und demokratisch ans Europa-Parlament „Zur hl. Nachhaltigkeit“ - mit dem Argument, ihre AKWs seien schließlich keine CO2-Schleudern sondern quasi der Inbegriff der gebotenen Nachhaltigkeit und damit die einzige Möglichkeit, unseren geschundenen Planeten noch zu retten.
Tja, und wer wollte jetzt noch behaupten, dass deren Sondermüll mit einer Halbwertzeit von 1 Million Jahren nicht nachhaltig wäre.
2.1.22
Das neue Jahr ist gerade mal 1 Tag alt, und schon geht‘s wieder nur um ihn
Sein Freund, der Fernseh-Philosuff, Lall- und Labertünnes Peter ‚Schlotterteig‘ Sloterdijk hält ihn bekanntlich für „das seit vielen Jahren größte politische Talent, das Deutschland seit einem halben Jahrhundert hervorgebracht hat.“ Ein „außergewöhnlich guter Redner, ein Sprachgenie“ soll er obendrein noch sein, ein gar pfiffig Kerlchen, das es meisterlich verstanden hat, seine trostlose, neoliberale Schaluppe mit einem einzigen Wort erfolgreich durch das ewige Dick und Doof und Dünn seines Lebens zu schaluppen, mit seinem Zauberwort, das da heißt „Keinesteuererhöhung“.
Seit gestern aber besitzt er einen neuen Wortschatz, und auch der besteht nur aus 1 Wort: „Umfangreichesteuerentlastung“! Äh, nein, nicht ganz richtig, so is richtig: „Umfangreichesteuerentlastungen“
Und das müssen wir jetzt die nächsten 4 Jahre jeden Tag ertragen!
Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen.
Also, ich sag mal so ... oder nee, andersrum: Ich will mal so sagen:
So Demokratie, die is nicht immer schön.
Die kann ei'm auch ganz schön auf die Eier geh'n.
Seit gestern aber besitzt er einen neuen Wortschatz, und auch der besteht nur aus 1 Wort: „Umfangreichesteuerentlastung“! Äh, nein, nicht ganz richtig, so is richtig: „Umfangreichesteuerentlastungen“
Und das müssen wir jetzt die nächsten 4 Jahre jeden Tag ertragen!
Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen, Umfangreichesteuerentlastungen.
Also, ich sag mal so ... oder nee, andersrum: Ich will mal so sagen:
So Demokratie, die is nicht immer schön.
Die kann ei'm auch ganz schön auf die Eier geh'n.
1.1.22
„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten,
sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten.“
Theodor W. Adorno
„Sich einfügen in die Gemeinschaft ist der Ersatz für gesittetes Benehmen“ (Wolfgang Pohrt)
Und weil man es immer wieder nötig hat, sich diesen Satz in die Birne zu bimsen, wird das neue Jahr mit einem Buchtipp eröffnet:
„Desintegriert euch!“
von Max Czollek
Und weil man es immer wieder nötig hat, sich diesen Satz in die Birne zu bimsen, wird das neue Jahr mit einem Buchtipp eröffnet:
„Desintegriert euch!“
von Max Czollek
31.12.21
Letztes Rätsel der Menschheit gelöst
Der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ hat uns zum Jahresausklang das innere Bedürfnis befriedigt, endlich zu erfahren, worüber der Herr und Kanzlerkandidat Arminius Lalaschet so herzhaft lachen musste, als Steinmeier gerade blablabla.
Und mich hat das damals schon einen Scheissdreck interessiert.
Ihr Lieben,
habt einen guten Rutsch usw.
bis nächstes Jahr in diesem Theater
euer w
Und mich hat das damals schon einen Scheissdreck interessiert.
Ihr Lieben,
habt einen guten Rutsch usw.
bis nächstes Jahr in diesem Theater
euer w
30.12.21
Einer meiner Lieblingssongs
Nur noch 2 Tage, dann ist das verschissene Jahr 2021 Geschichte. Zur Feier des Tages lasse ich in einer Endlosschleife meinen derzeitigen Lieblingssong laufen:
„Don‘t fall apart on me tonight“ von Bob Dylan, und zwar die Version des ‚bootlegs‘-Album „Springtime in New york“.
Und es müssen nicht immer nur die Abgänge vermerkt werden. Man kann auch mal auf einen außerordentlichen Geburtstag hinweisen, zumal bei dem Namen:
Marianne Faithfull ist 75 geworden!
So wie auch Patti Smith.
„Don‘t fall apart on me tonight“ von Bob Dylan, und zwar die Version des ‚bootlegs‘-Album „Springtime in New york“.
Und es müssen nicht immer nur die Abgänge vermerkt werden. Man kann auch mal auf einen außerordentlichen Geburtstag hinweisen, zumal bei dem Namen:
Marianne Faithfull ist 75 geworden!
So wie auch Patti Smith.
29.12.21
Heimatkunde -heute: Halle an der Saale
Der ‚Spiegel‘ meldet:
„Toter Säugling am Zaun eines Entsorgungsbetriebs entdeckt
Im Norden von Halle ist eine Babyleiche gefunden worden. Die Todesursache ist bislang unklar.“
Hm, da hängt also n totes Baby am Zaun eines Entsorgungsbetriebs. Wer auch immer das getan hat, er hat sich zumindest ... Gedanken gemacht.
„Toter Säugling am Zaun eines Entsorgungsbetriebs entdeckt
Im Norden von Halle ist eine Babyleiche gefunden worden. Die Todesursache ist bislang unklar.“
Hm, da hängt also n totes Baby am Zaun eines Entsorgungsbetriebs. Wer auch immer das getan hat, er hat sich zumindest ... Gedanken gemacht.
28.12.21
Apropos Papst und Co!
Heute feiert die - das glauben Sie nicht! - die Röm.-kath. Kirche – Achtung! Festhalten! - feiert die Röm.-kath. Kirche den - nicht zu fassen – den:
„Tag der unschuldigen Kinder“!
Da sind Se platt, was? Aber es ist gar nicht so, wie Sie wahrscheinlich denken. Das Fest der unschuldigen Kinder wird nämlich schon seit Urzeiten begangen – spätestens seit dem Frühmittelalter. Und der Tag der unschuldigen Kinder hat auch nichts mit tatsächlich begangenen Verbrechen an Kindern zu tun. Sondern mit dem vom sog. Evangelisten Matthäus extra ERFUNDENEN „Kindermord von Bethlehem“.
Tja, „Vertan, vertan!“, sprach der Hahn. Und stieg vom Igel.
p.s.:
Da hätten Se aber auch selber drauf kommen können. Denn mit diesem Bethlehem-Massacker verhält es sich wie mit praktisch allen anderen Neuen-Testament-Storys: Wahr ist, wenn überhaupt, im Prinzip immer nur das genaue Gegenteil. Ganz einfach.
„Tag der unschuldigen Kinder“!
Da sind Se platt, was? Aber es ist gar nicht so, wie Sie wahrscheinlich denken. Das Fest der unschuldigen Kinder wird nämlich schon seit Urzeiten begangen – spätestens seit dem Frühmittelalter. Und der Tag der unschuldigen Kinder hat auch nichts mit tatsächlich begangenen Verbrechen an Kindern zu tun. Sondern mit dem vom sog. Evangelisten Matthäus extra ERFUNDENEN „Kindermord von Bethlehem“.
Tja, „Vertan, vertan!“, sprach der Hahn. Und stieg vom Igel.
p.s.:
Da hätten Se aber auch selber drauf kommen können. Denn mit diesem Bethlehem-Massacker verhält es sich wie mit praktisch allen anderen Neuen-Testament-Storys: Wahr ist, wenn überhaupt, im Prinzip immer nur das genaue Gegenteil. Ganz einfach.
27.12.21
Zwei Sachen heute, die mir, gelinde gesagt, etwas merkwürdig vorkamen,
mit denen allerdings zu rechnen war
ad1)
Wenn der ‚Spiegel‘ schon über den Sonntags-‘Tatort‘ orakelt:
„Heute ausnahmsweise ‚Traumschiff‘ im ZDF gucken“ ...
Insgesamt fünfeinhalb Minuten mögen‘s dann doch wohl gewesen sein. Möglich aber auch, dass ich in diesen fünfeinhalb Minuten ein paar mal dem Sekundenschlaf anheim gefallen und plötzlich dann von irgendeinem undefinierbaren, vielköpfigen Männergenuschel aufgeweckt worden bin, ein Genuschel, das sich anhörte, als ob 25 echte Udo-Lindenberg-Imitatoren auf ein, zwei Eierlikörchen zum intergalaktischen Udo-Lindenberg-Imitatoren-Festival ins Hamburger ‚Atlantik‘ abgezwischert wären, um … keine Ahnung. Jedenfalls war ich raus.
p.s.:
Nach dem, was andere mir später erzählten, hab ich ja auch wohl nix verpasst. Irgendwann wird man nicht umhin kommen, das Wort 'Krimi' neu zu definieren. Ihr habt se ja nich mehr alle!
Und ad2)
Ist es nicht erstaunlich und im Prinzip unvorstellbar kackfrech, wenn der Chef einer der reichsten, nichtstaatlichen Organisationen der Welt, also der reichste überhaupt, dem Rest der Menschheit Vorhaltungen bezüglich ihrer Lebensweise macht und von oben runterbrüllt:
„Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“
Ja, das is schon so ‘ne Marke – der Papst. Unbezahlbar der Mann. Eigentlich.
Wenn der ‚Spiegel‘ schon über den Sonntags-‘Tatort‘ orakelt:
„Heute ausnahmsweise ‚Traumschiff‘ im ZDF gucken“ ...
Insgesamt fünfeinhalb Minuten mögen‘s dann doch wohl gewesen sein. Möglich aber auch, dass ich in diesen fünfeinhalb Minuten ein paar mal dem Sekundenschlaf anheim gefallen und plötzlich dann von irgendeinem undefinierbaren, vielköpfigen Männergenuschel aufgeweckt worden bin, ein Genuschel, das sich anhörte, als ob 25 echte Udo-Lindenberg-Imitatoren auf ein, zwei Eierlikörchen zum intergalaktischen Udo-Lindenberg-Imitatoren-Festival ins Hamburger ‚Atlantik‘ abgezwischert wären, um … keine Ahnung. Jedenfalls war ich raus.
p.s.:
Nach dem, was andere mir später erzählten, hab ich ja auch wohl nix verpasst. Irgendwann wird man nicht umhin kommen, das Wort 'Krimi' neu zu definieren. Ihr habt se ja nich mehr alle!
Und ad2)
Ist es nicht erstaunlich und im Prinzip unvorstellbar kackfrech, wenn der Chef einer der reichsten, nichtstaatlichen Organisationen der Welt, also der reichste überhaupt, dem Rest der Menschheit Vorhaltungen bezüglich ihrer Lebensweise macht und von oben runterbrüllt:
„Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“
Ja, das is schon so ‘ne Marke – der Papst. Unbezahlbar der Mann. Eigentlich.