Das Tagebuch

26.11.16
Brrrrzfff (Vox populi)
H. Seehofer über D. Trump:
„Mir gefällt, dass er die Menschen direkt anspricht und ihre Lebens­realität berücksichtigt. Nicht abstrakt, nicht verschwurbelt, sondern mit konkreten Antworten. Das finde ich gut.“
Und auch hier fällt mir wieder mein uralter Lieblingskneipenwitz ein:

Kommt n armer Cowboy in n Saloon und setzt sich an n Tresen.
Sagt der Wirt:
»Hey! Wenn de nen Schluck aus dem Spucknapf hier trinkst, kriegste n Dollar von mir!«
Der arme Cowboy, arm, wie er ist, fackelt nicht lange und schlürft – gluckedigluck – den ganzen Spucknapf leer, bis auf den Grund.
»Hey! Du hätt's doch nur einen Schluck nehmen müssen«, sagt der Wirt da.
»Ja, ja, ich weiß,« meint der Cowboy. »Aber ... aber das hat alles irgendwie so … zusammengehangen.«’
25.11.16
Nein! Nein! Nei-ei-ei-ei-eien!
Als ich das heute morgen las, musste ich (ich konnt' nich' anders) aber nun wirklich auf der Stelle kotzen:
„Thomas Gottschalk kehrt als Showmaster ins deutsche Fernsehen zurück.“
24.11.16
„Sollen sie mich doch einen Diktator nennen.
Das geht bei mir zum einen Ohr rein
und zum anderen wieder raus“
Wenn ihn im Ausland ein Fernseh-Witzbold Ziegenficker nennt, dann isser beleidigt (und ich glaub's ihm auch) und prozessiert sich durch die Weltgeschichte. Wenn ihn aber ganz Europa (mit zwei, drei, vier arschlöchrigen Ausnahmen) einen lupenreinen Diktator nennt, ist's ihm schweinewurst. Ja, was ist denn das nun für'n Sportsfreund?
Ich würd' sagen: ein Ziegenficker. Aber 'n ganz armer.

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AUS DER ÜBERRASCHUNGS-SERIE
„JA GIBT'S DENN SO WAS?“

Aufmacher-Schlagzeile von BILD:
„Schwere Vorwürfe gegen Ferrero!
Kinderarbeit beim Überraschungs-Ei“
23.11.16
Zur künftigen Politik von Knallfrosch Donald Trump
Auch bei Familie Gruselclown wird nicht alles so heiß gegessen, wie's verkocht wurde. Folter, Rassismus, Krieg und Gesundheit –
so radikal er sich auch im Wahlkampf aus'm Fenster gelehnt hat,
so irre viel wird sich da nicht verschieben.
Aber wo nun echt was geändert werden müsste, und zwar egal
in welche Richtung, da wird er überhaupt gar nichts dran drehen:
an dieser nun wirklich absolut unmöglichen Frisur.
22.11.16
„Da hab ich aber nix von gewusst!“
Die Resultate mehrerer repräsentativer Umfragen zeigen, dass Fremdenhass, Islamophobie, Nationalismus, Rassismus und Anti­semitismus in Sachsen deutlich stärker verbreitet sind als im Rest der Republik:
„Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefähr­lichen Maß überfremdet“ - sagen 18 Prozent der Deutschen und 58 Prozent der Sachsen. 16 Prozent bundesweit fordern: „Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden.“ In Sachsen meinen das 39 Prozent.
Und so setzt sich das fort, wenn es um Fragen zum Nationalismus geht. „Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen“ - das erklären 8 Prozent der Deutschen und 18 Prozent der Sachsen. Dem Satz „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“ stimmen 23 Prozent der Deutschen und 62 Prozent der Sachsen zu. 11 Prozent der Sachsen, aber nur 4 Prozent der Deutschen halten eine Diktatur für eine „im nationalen Interesse unter Umständen bessere Staatsform“. Und ein „hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland“ fordern 20 Prozent der Deutschen, aber 53 Prozent der Sachsen. Usw.
Und wenn am Sonntag in Sachsen Wahlen wären, bekämen die organisierten Arschlöcher für Deutschland (AfD) über 25 Prozent.

Mir Sachse, mir sin helle,
das wees de ganze Weld,
und simmor ma ni helle,
dann hammor uns verschdelld.
21.11.16
Aus der Serie
„Mal so gesehen“
Dpa meldet:
„Die Türkei könnte sich bei einem Ende der EU-Beitrittsverhandlun­gen nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan auch nach Russland und China orientieren.“
Na, ich weiß ja nicht, mein lieber Recepi, ob die die Geschichte mit den Ziegen soo gut finden … Vielleicht wär' doch der Mond 'ne wesentlich bessere Gegend für dich und deine Kollegen. Und da speziell die Dunkelseite. Was meinst du?
20.11.16
Man muss nicht immer nur zwischen den Zeilen suchen
Manchmal sagen sie es auch ganz einfach, offen, ehrlich und direkt! Die 'tagesschau' berichtet:
„Die Bilanz des Heiligen Jahres - im Dezember 2015 von Papst Franziskus ausgerufen - fällt durchwachsen aus: Vor allem Gas­tronomen und Hoteliers in Rom hatten sich mehr versprochen.
Im Vatikan spricht man dagegen von einem vollen Erfolg.“
Sehense, und ich hatte diesmal fest daran geglaubt, von alledem und dem ganzen heiligen Jahr der Barmherzigkeit würden in erster Linie die Bedürftigen was abkriegen. Däh! Pustekuchen! So kann man sich verglauben! Jetzt müssen se alle wieder so lang warten, bis das Christkind kommt. Respektive der Osterhase.
19.11.16
Et is so weit
Jetzt schreiben die Comedyfritzen schon die Nachrichten-Texte. n-tv.de berichtet unter der Überschrift
„Du kannst nicht immer pleite sein …
Razzia bei Schlagersänger Chris Roberts“
wie folgt:
„Die fetten Jahre sind bei Chris Roberts, der eigentlich auf den Na­men Christian Klusácek hört, schon lange vorbei. In den 70er-Jahren war er einer der erfolgreichsten deutschen Schlagerstars. Doch jetzt ist er klamm - und hat die Steuerfahndung am Hals.“
Ähm ...
„'Du kannst nicht immer 17 sein, Liebling, das kannst du nicht ..' Den vielleicht bekanntesten Hit von Chris Roberts können noch immer viele mitsingen. Doch dass der Song seinerzeit in der Hitparade war, ist mehr als 40 Jahre her. "Einmal da wirst du 70 sein …", besang der heute 72-Jährige zudem schon damals sein eigenes Schicksal. Davon, was ihm jenseits der 70 einmal blühen würde, hatte der als Christian Klusácek in München geborene Sänger jedoch bestimmt keinen Schimmer..“
Ich hab nur 1 Frage, ihr Nachrichten-Komiker:
Was hat der Mann euch eigentlich getan?
Eher wahrscheinlich nix, ne?
Und so wird es bei euch Info-Pfeifen wohl auch sein
wie bei Otto Vollnormal und Else Mustermann:
Wenn man bißchen sucht, gibt's immer noch den ein'n
unter einem, dem man in die Eier treten kann ...
18.11.16
Things have changed
So is et halt. Und zack! Is et auch schon wieder anders:
„Dylan kommt doch nicht zur Preisverleihung nach Stockholm“
Vielleicht hilft euch das ja weiter:
So was dürfen nur 2 Leute … der liebe Gott und Bob Dylan. Punkt!
Ach ja, und natürlich Denis Scheck und Sibylle Berg. Und wegen mir noch, äh, Margot Käßmann.