Das Tagebuch

30.9.16
Heimatkunde -
heute: Leibzsch
Aus dem Leibzschga Zoo sind zwei Löwen ausgebrochen. Wurden aber kurz drauf und entschlossen erschossen. Wahrscheinlich hat­ten die dieses ewige „Oi verbibbscht!“ nicht mehr ertragen können und wollten einfach nur noch weg. Egal wohin. Und dachten sich: „Wir schaffen das schon.“
29.9.16
Die andere Seite der deutschen Medallje
Der Berliner 'Tagesspiegel' schreibt – wie wohl alle andern auch – zustimmend über Gaucks Teilnahme an der Gedenkveranstaltung in Kiew zum 75. Jahrestag des NS-Massenmordes von Babi Jar, wo die Deutschen innerhalb von 2 Tagen insgesamt 33.771 Juden ermordet hatten:
„Bundespräsident Joachim Gauck hat die deutsche Verantwortung für die Gräuel der Nazis als Verpflichtung zum Einsatz für die Men­schenrechte und europäische Werte hervorgehoben.“
Und zitiert ihn mit den Worten:
„In dem ich mich vor all den Opfern von einst verneige, stelle ich mich an die Seite der Menschen, die heute Unrecht benennen, Verfolgten Beistand leisten und unverdrossen für die Rechte der Menschen eintreten, denen die Menschenrechte versagt werden.“
Hm.
Abgesehen davon, dass die Nummer mit dem unverdrossenen Eintritt für die Menschenrechte ja wohl eher in ne Comedy-Show gehört, ist es doch immer wieder interessant, immer wieder von solchen Vögeln wie dem Gauckvogel zelebriert zu bekommen,
dass erst der Mord an über 33000 Menschen einen richtig dazu befähigt, für die Menschenrechte usw. usf.. Nach derselben Logik hätte dann auch ein mehrfach verurteilter Kinderficker die bessere Eignung für den Job des Kindergärtners.
Aber so sind se halt, die Herren Wasweißich.
28.9.16
Neues vom rechtsextremistischen Untergrund
Die 'Zeit' macht nicht mal vorm Teufel Halt und berichtet:
„Erstmals seit drei Jahren hat sich die Hauptangeklagte im NSU-Prozess zu Wort gemeldet. Sie verlas eine Erklärung, entschuldigte sich und schwor dem Rechtsextremismus ab.“
E S +++ I N T E R E S S I E R T +++ M I C H +++ N I C H T !!
27.9.16
„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“
Die 'Süddeutsche' berichtet:
„Immer mehr Menschen in Deutschland haben das Gefühl, ihre politische Meinung nicht frei äußern zu können.“
So, so …
In den Talkshows quatschen sie sich folgenlos um Kopf und Kragen. Mit Vorliebe an Montagen kotzt sich die ehemals schweigende Mehr­heit die Scheiße, die sie für eine politische Meinung hält, unbehelligt auf ihre ostdeutschen Straßen. In den sog. sozialen Medien unter­schreibt der rasende Kleinbürger seit neustem seinen Gesinnungs­dreck mit vollem Namen. Gerichte sind überlastet mit Beleidigungs­verfahren. Wegen massenhafter Morddrohungen gegen Gott und die Welt würden die Zeitungsredaktionenen ihre Leserbriefseiten am liebsten ganz abschaffen. Kein Mensch sitzt in diesem Land wegen einer geäußerten Ansicht im Knast. Mit anderen Worten:
Immer mehr Menschen in Deutschland haben das Gefühl,
ihre politische Meinung nicht frei äußern zu können.
26.9.16
Heimatkunde -
heute: Frankfurt am Main
Dpa meldet:
„In Frankfurt a.M. drohte ein Mann damit, sich aus dem Fenster zu stürzen. Da hatte ein Polizist die Idee, den berühmten Hit "Hulapalu" vom Alpenrocker Andreas Gabalier anzustimmen, um den Mann für den folgenden Zugriff einen Moment abzulenken, und rettete ihm so das Leben.“
Na ja, bei normalen Menschen hätte das auch schwer nach hinten losgehen können.
23.9.16
Der aber muss sein!
Andreas Scheuer, CSU-Generalsekret, ehem. Dr., geb. Arschmit­ohren, staatl. anerkannter Lügenbaron und aus Berufung Humanitär, wortwörtlich in seinem Bayrischen Rundfunk und einer Sprache, die er wohl 'die deutsche' zu nennen pflegt:
„Entschuldigen Sie die Sprache: Das Schlimmste ist ein fußballspie­lender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist. Weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling.“
„Barmherzigkeit – der Begriff gefällt mir für einen Politiker nicht. Das müssen Kirchenleute unter sich ausmachen. Ich sage ‚Humanität‘.“
22.9.16
Urlaub von Deutschland
Hab mir erlaubt, ihn zu verlängern.
Bis zum 26..
6.9.16
Von heute bis zum 22. September
Bin ich voll auf UvD!
Urlaub von Deutschland!!
Und auch der Rest kann mich mal!
5.9.16
Der reinen Leere 2. Teil
Und also sprach die Europäische Bischofskonferenz:
„Mit der Heiligsprechung von Mutter Teresa von Kalkutta wird die Kirche einen Moment der besonderen Gnade erleben. Die künftige Heilige hat die Schönheit, die Kraft und die Aktualität der Liebe Gottes bezeugt – für uns alle, aber ganz besonders für die Armen.“

Sorry, scusa, excusez-moi und 'tschulligung, ich weiß ja nun seit vielen Jahren, wie diese Komiker der Nächstenliebe gepudert sind, und ich sag' mir schon immer „Mein Gott, wat soll et!“ Aber als ich die Worte dieser Orgelpfeifen in der 'Tagesschau' vernahm, musste ich denn doch meinen gemütlichen Fernseh-Sessel verlassen, um
in die nächstgelegene Ecke zu brechen.
Ich bin übrigens in den kommenden zweieinhalb Wochen wieder offline. Und wenn zwischendurch die Welt untergeht, Erdogan in Deutschland einmarschiert ... oder umgekehrt, würd's online auch nicht besser aussehen.