Das Tagebuch

26.2.17
It's „Tatort“-Time
Habe mich durch diverse Film-Vorbesprechungen gemüht, um zu ahnen, was mir blüht: Laiendarstellertruppenselbstfindungssitzung, getarnt als TV-Experiment; gnadenlos durchgängig in Mundart (man sagt ja nicht mehr Dialekt) aus der allerhinterletzten Haupthölle der Provinz; Träume statt Indizien, irreale Langeweile und Dialoge zum Weglaufen, Heulen und Zähneknirschen; improvisiert von A bis Z und angereichert mit den obligat haarsträubendsten Horrorneben­geschichten aus dem Privatzoo aller Beteiligten. Und zur Krönung Ulrike Folkerts als Kommissarin. Karneval hat Witz dagegen.
Ich werde mir das Trauerspiel antun. 2 Minuten. Mehr werden's wohl nicht werden.

= = = * * ~ + ~ * * = = =

Es wurden dann doch ... nur 60 Sekunden. (Außerdem hatt' ich noch irgendwie die Fernbedienung verlegt.)
25.2.17
Der Bekloppte vom Bosporus
'SPIEGEL online' meldet:
„Türkei bittet Berlin um Hilfe -
Um den wirtschaftlichen Niedergang zu bremsen, macht sich die Regierung in Ankara auf die Suche nach Unterstützern aus dem Ausland. Besondere Hoffnung setzen die Türken nach SPIEGEL-Informationen auf Deutschland.“
Okay, Tayyib, alter Osmane! Da braucht's aber vorher in deinem exklusiven Ländle erst mal 'ne anständige Diktatur, ach, was sag ich, ein hochmodernes, wegweisendes und nachhaltiges Terrorsystem mit Allah und allem Drum und Dran! Krieg das erst mal hin. Dann sprechen wir uns wieder.
24.2.17
„Je näher man hinschaut,
desto fremder schaut es zurück“ (K.K.)
'Die Zeit', das oberfeine Wochenblatt für den feinen Oberstudienrat, bereichert unsere Welt alle paar Monate mit einem feinen Sonder­heft aus der Reihe „ZEIT Geschichte – Epochen. Menschen. Ideen“.
Und dieser Tage ganz frisch auf dem Markt mit der Nummer:
„Der Weg in den Holocaust“.
Jaah ... der Holocaust!
Welche Epoche !!
Was für Menschen !!!
Und was für eine Idee !!!!
23.2.17
Heimatkunde -
heute: Kölle
Weiberfastnacht.
Reicht eigentlich schon als Meldung. Da hier heute alles, und zwar wirklich alles andere sowieso zweitrangig wäre. Nein: ist. Es sei denn …
Es sei denn, irgendein dahergeflüchteter Nafri käme auf die abwegige Idee, ohne Segen der Weiber und der Polizei inkl. Bundesgrenzschutz, SEK, GSG9 und Oskar dem freundlichen Polizisten die fröhlichen Bannmeilen zu durchbrechen.
22.2.17
Deutschland und die Welt -
heute: Südsudan
Dpa:
„Bundesregierung fordert Ende des Kriegs im Südsudan“
Find' ich gut.
21.2.17
Willkommenskultur usw.
Dpa meldet:
„Zoo Karlsruhe nimmt Elefantenkuh aus Osteuropa auf“
Na, super! Jetzt also auch noch Elefantenkühe aus Osteuropa! Als ob wir da nich schon genug von hätten! Wer soll das denn alles be­zahlen?! Das is doch ne ganz andere Kultur! Die passen doch gar nicht zu uns! Und dann kommt deren ganze Sippschaft hinterher! Und außerdem: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Und ich bin weiß Gott kein Nazi! Näh! Bin ich nich! Und Israel, ne, die sollten sich da lieber mal ganz fein raus...
20.2.17
's hört und hört nich' auf!
Guten Abend, meine Damen und Herren!
Heute ist so dermaßen viel passiert, dass wir uns überhaupt nicht entscheiden konnten, über was wir Sie alles informieren sollten.
Das Wetter.
Noch einen geruhsamen Restabend.
Ach,
und zum Wetter, da reicht vielleicht auch ein Satz von unserem Meteo-Fachmannn Bob Dylan:
„You don't need a weather man to know which way the wind blows.“
P.s.:
20. 2. - Internationaler Welttag der Sozialen Gerechtigkeit
19.2.17
Heimatkunde -
heute: Pinneberg
Dpa meldet:
„Pinneberg: Polizei hebt riesiges Waffenlager aus“
„... Insgesamt fanden die überraschten Polizisten bei der Hausdurch­suchung ca. 71.000 Schuss an scharfer Munition - Gesamtgewicht von über einer Tonne. Dazu kamen eineinhalb Tonnen an Hülsen und Projektilen und 114 Schusswaffen. Doch das war noch lange nicht alles. Die Beamten sicherten noch diverse Hieb- und Stich­waffen sowie Chemikalienmixturen zur Herstellung von Munition und Sprengstoffen, die passende Fachliteratur und Spezialwerkzeug.“
Weiter heißt es:
„Als Jäger durfte er bislang scharfe Waffen und Munition besitzen.
Er soll außerdem Mitglied eines Sportschützenvereins sein.“
Und dass der Typ auch grundsätzlich 'nen ordentlichen Schuss hat, das wusste man vorher nicht oder was?
18.2.17
Wie dreckig geht’s eigentlich …
der SPD und ihren Mitgliedern?
So, dass sie voller Überzeugung, quasi aus freien Stücken einen unaufhaltsamen Labertünnes mit Scharpingbart zum Hoffnungs­träger hochjazzen.