Das Tagebuch

16.5.16
Sachen gibt’s, die gibt’s ...
So, so! So ist das also heutzutage „iieennet Fääärnseeen“!
Jetzt hat sich doch – übrigens durch generalstabsmäßig durchexer­zierte wallraff-artige undercover-Aktionen des Böhmermannschen „Neo Magazin Royale“-Redaktionsteams – herausgestellt, dass bei der von der professionellen Heuchelfunz Vera Int-Veen moderierten RTL-Reality-Show „Schwiegertochter gesucht“, wie das bei Reality- Shows eben so ist, tatsächlich einfach geschummelt wird! Und die gesamte TV-Nation ist ob der Täuscherei auf 180!
Dabei ist der „Skandal“, wenn man schon so will, ein ganz anderer. Der Skandal ist die überdurchschnittlich hohe Einschaltquote bei dieser und dergleichen Scheisse. Oder halt - wenn Sie so wollen – mit andern Worten: dass im Leben sich irgendwie alles nach der römisch-katholischen Grundannahme richtet „Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“ Was auf rtl'sch so viel heißt wie: Die Welt will be­schissen werden; also bescheissen wir sie.
15.5.16
Zurückhaltung war mal
Zum Beispiel die 'Rheinische Post' (Hätte aber auch jede andere Post nehmen können):
„Happy Birthday, Kirche!“
Der Verein hat heute nämlich Geburtstag. Pfingsten. Oder wie es die RP auszudrücken beliebt:
„Zu Pfingsten feiern Christen die Ausgießung des Heiligen Geistes.“ 'Die Ausgießung des Heiligen Geistes'! Und alles ohne Anführungs­zeichen. Also: am besten hinter die Binde. „Verbunden ist damit auch der Auftrag an die Menschen zur weltweiten Mission.“
Wir werden wohl bald wieder herrlichen Zeiten entgegengehen ...
Gott sei Dank werd' ich das nicht mehr so genau mitkriegen!
14.5.16
Geschichte wird gemacht! Es geht voran!
Nachdem der Bundestag gestern entschieden hat, dass es erst mal dabei bleibt, dass es im Zweifelsfalle eher günstiger ist, die Staats­chefs fremder Länder nicht zu beleidigen, von wegen Ziegenficker und Schrumpelklöten, hat er heute nun beschlossen, dass die sog. Maghreb-Staaten - also Tunesien, Algerien, Marokko, Libyen und Mauretanien - ab sofort zu den sicheren Herkunftsländern gehören.

Ich mein', sind ja interessante Länder.
Gibt's auch viel zu gucken.
Immer Sonne und so.
Und reichhaltige Flora und Fauna.

Vielleicht 'n bisschen arm.
Und nich' ganz so liberal.
Aber ansonsten?

Und total gastfreundlich sind die da alle!
Immer mit kompletter family!
Da ist das noch intakt.
Und die vergessen einen nicht.
(Wie gesagt:)
Vielleicht 'n bisschen arm.
Und nich' ganz so liberal.
Aber ansonsten?

Und die Geschichte von denen … hat auch was.
Ich wusste ja vieles gar nich'.
Echt viel verschiedene Einflüsse.
Und was die alles beibehalten haben!
(Wie gesagt:)
Vielleicht 'n bisschen arm.
Und nich' ganz so liberal.
Aber ansonsten?

Und? Hat euch das Gedicht gefallen?
Na ja. Vielleicht 'n bisschen arm.
Und nich' ganz so liberal.
Aber ansonsten ...
13.5.16
Ein Furz im Weltall
Die Kölner Kirchenzeitung, nee, der 'Kölner Stadtanzeiger' ist ganz hin und weg und jubiliert die Seite 1 voll:
„Franziskus prüft Weiheamt für Frauen“
Oooooh! Franziskus prüft das Weiheamt für Frauen! Aaaaah! Das is ja 'n Ding! Franziskus prüft das Weiheamt für Frauen! Ah, das ist ja wunderbar! Ein toller Papst! Man sieht wieder mal: Franziskus bringt Bewegung in die festgefahrene Debatte über ein Weiheamt für die Frauen. Ich denke, das ist sensationell. Oder wie der Stadtanzeiger schreibt:
„Papst Franziskus bringt Bewegung in die festgefahrene Debatte über ein Weiheamt für Frauen. Das Zentralkomitee deutscher Ka­tholiken nennt den Vorstoß des Papstes 'sensationell'.“
Und, Herr Cheftheologist Joachim Frank, ich frage erst gar nicht, was da wohl bei rumkommen wird, weil ich's bereits nämlich weiß.
Was ich Sie aber immer schon mal fragen wollte: Was glauben Sie, wie viele Ihrer Abonnenten lesen eigentlich diesen ganzen Scheiß?
12.5.16
Noch mal zu diesen leidigen Tiernummern
„Morgen wird das Europäische Parlament über den visafreien Weg türkischer Staatsbürger nach Europa beraten. Wenn das Parlament eine falsche Entscheidung trifft, schicken wir Flüchtlinge los“, schrieb am Dienstagabend der AKP-Abgeordnete Burhan Kuzu auf Twitter. Kuzu ist Professor für Verfassungsrecht und gilt als wichtigster Bera­ter von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.
Ich sag mal so: Selbstverständlich is 'Ziegenficker' eine Beleidigung. Allerdings nicht für Erdogan, sondern für die entsprechende Ziege. Und solange von Seiten der Ziegen kein Protest kommt, ist doch gegen das Wort 'Ziegenficker' gar nichts einzuwenden.

= = = * * ~ + ~ * * = = =

Apropos:
Spät, aber nicht zu spät, um auch noch mal eben auf den gnadenlos überfüllten Zug der sog 'Kölner Silvester-Horrornacht' aufzuspringen und nebenbei etwas Kleingeld fürs Finanzamt zusammenzukratzen, liegt seit heute eine räudige Essaysammlung aus den Futtfingern der Journalistenimitatorin Alice Schwarzer auf den Haufen der üblichen Bestsellerfressen mit dem Titel „Der Schock – Die Silvesternacht von Köln“. Darin dreht sich alles um "den Sexismus und Rassismus der Nordafrikaner und Araber" – und wer wollte bestreiten, dass diese Denkrichtungen in einer - ja, doch, muss man schon sagen - eher unfeinen Ausprägung bei einigen unserer dunklen Mitbürger zu finden sind.
Nur, werte Kitsch'n'Krawallschachtel Schwarzer, ist es nicht so, dass, genauso wie ein staatlich anerkannter Steuerhinterzieher nicht mehr über Steuer­hinterziehungsoasen reden sollte, immer auch jemand, der regelmäßig für Europas dreckigste Unterhosenzeitung schreibt, zu dreckigen Unter­hosen schweigen müsste?
11.5.16
Heimatkunde -
heute: Euskirchen
Der 'Kölner Stadtanzeiger' informiert:
„Im Kreis Euskirchen soll der Vorrat an Jodtabletten von 12000 auf 200000 aufgestockt werden. Die Tabletten werden vorgehalten für den Fall, dass es im AKW Tilhange zu einem Unfall kommt. Derzeit liegen Tabletten für Personen bis 45 Jahren bereit, die im Radius von 100 Kilometern“ usw.
Vielen Dank für die Information.
Aber unabhängig von dem Problem, dass man den Leuten nicht erklären könne, so der Kreisbrandmeister Udo Crespin, warum die Einwohner von Mechernich die Tabletten im Unfallfall erhalten, nicht aber die von Kommern, das jenseits vom 100-Kilometer-Radius gleich nebenan liegt, wäre es vielleicht ganz sinnvoll, lieber Stadtan­zeiger, allen (!) Einwohnern einen Merkzettel zu verabreichen, auf dem das „Vater unser“ abgedruckt ist - wie auch alle Strophen von „Maria, breit den Mantel aus“. Das dürfte für ein Blättchen doch kein Problem sein, dessen Chefkorrespondent als studierter Theologist
da sowieso jeden 2. Tag irgend'ne weltbewegende Heiligenlegende zusammen­phantasiert.
10.5.16
Heimatkunde -
heute: Irgendwo in Bayern
Als seinerzeit der bayerische Innenidiot Joachim Herrmann (CSU) in einer Talkshow Roberto Blanco als „wunderbaren Neger“ bezeichnet hatte, platzte unserm schwarzen Mitbürger David Schneider-Addae-Mensah zum wiederholten Male das teure Bananenkostüm. Also hockte sich der wunderbare Hottentotte an seine Schreibtrommel und bezeichnete seinerseits in einem privaten Woodoo-Schreiben besagten Rassen-Herrmann als „wunderbares Inzuchtsprodukt“, worauf ihn ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft über 2500 Euro ereilte, welcher allerdings vom außerhalb Bayerns gelegenen Amts­gericht Karlsruhe dann ad acta gelegt wurde.
Aber zu glauben, der oberste bayerische Innenidiot würde aus dem Urteil was lernen oder gar begreifen, wär womöglich ein wenig ver­wegen. Denn sonst wär der Herrmann wohl auch nicht geworden, was er immer schon war: der oberste Innenidiot von Bayern.
9.5.16
Siggi Pop, der Kanzlerkandidat
„Schulen müssen Deutschlands Kathedralen werden.“
Waswiller?

= = = * * ~ + ~ * * = = =

Was war sonst noch?
Europatag.
Dazu der Bekloppte vom Bosporus:
„Ihr geht euren Weg, wir gehen unseren.“
Yo! Geh nur! Geh wegen mir auch in Allahs Namen, aber geh!
Und tschüß.

Nachtrag:
Allah aber ist nachtragend der Prototyp der beleidigten Leberwurst. Nun hat ER - Gepriesen sei sein Sonstwas - Dr. Ralf Höcker , den deutschen Medienanwalt und Knecht seines beleidigten Knechtes Sultan Hatschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah Hatschi Erdogan, beauftragt, dem AxelCäsar­Springer-Chef Mathias Döpfner wegen dessen Solidarisierung mit Böhmermanns Ziegenficker-Nummer per Einstweiliger Verfügung
die Ziegenbeine, pardon, die Hammelbeine langzuziehen.
(Fortsetzung folgt.)
8.5.16
Deutsche Willkommenskultur
In Afrika ist Muttertag und das am achten Mai
Und jeder, der 'ne Mutter hat, der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla ho ho ho ho ho
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Ja, der hat drei Tage frei.

(Da hammer ihn, den Muttertag, und wer wissen will,
wie's weitergeht, klickt sich auf den 24. März zurück.)

Aber dann war da noch irgendwas! Irgendwas war da doch noch ...
AchterMai.AchterMai.AchterMai.AchterMai...
Mannmannmann! Muttertag, Muttertag, Muttertag ...
Moment, ich komm gleich drauf ...
Muttertag ... Muttertag ... ...
Ach ja, Niederschlagung des deutschen Faschismus!