Das Tagebuch

26.7.17
Sommerloch-Nachtrag:
Endlich! ENDLICH tut einer mal was!
Das wurde aber auch Zeit! Dpa meldet:
„NRW will Burka-Verbot im Gericht -
Justizminister Peter Biesenbach (CDU) plant Gesetz gegen Vollver­schleierung“
Sehr gut! SEHR GUT ! Ich kann und will se auch einfach nicht mehr sehen! Überall, an jeder Straßenecke … ach, übrigens, sehr verehr­ter Herr Biesenbach, wo Sie grad dabei sind: Könnten Sie nicht gleichfalls ein Gesetz gegen diese ewigen Eisbären, die sich hier ebenso dick und breit machen … die gehören doch nun wahrlich nicht in unsere schöne Heimat! Und das hat jetzt aber wirklich nix mit dem Islam zu tun. Oder wie oder was?
25.7.17
Sommerloch-Nachtrag:
Heimatkunde -
heute: Bayern
Noch gibt es ja die 'Süddeutsche Zeitung', und noch ist Heribert Prantl auf freiem Fuß, so dass wir dieses hier von ihm noch lesen können:
„Bayern führt die Unendlichkeitshaft ein - Der Landtag in München stimmte mit den Stimmen der CSU für das Polizeiaufgaben-gesetz, das die Erhöhung der Präventivhaft für sog. Gefährder von bisher 14 Tagen auf unbefristete Zeit vorsieht. Ad infinitum.“
Und von der Opposition hat man von Opposition nichts gehört.
Bayern!
Wegen mir könnt ihr euch nicht nur komplett verpfeifen (von wegen „eigenständiger Staat“ und so; siehe auch 17. Juli). Wegen mir könnt ihr euch auch in Ankara mal nach Beitritts-Formularen erkundigen.
24.7.17
Sommerloch-Nachtrag:
„Riesendiesel“? Ja, „Riesendiesel“!
Aus dem 'Manager-Magazin':
„Daimler bringt Riesendiesel - mitten im Dieselskandal“
Riesendiesel … Tut mir Leid, aber da komm ich nich' mehr mit!
23.7.17
Sommerloch-Nachtrag:
Sachen gibt’s, die gibt’s ...
Dpa meldet:
„IS-Prozess in Düsseldorf -
Hassprediger Sven Lau bricht bei seinen letzten Worten in Tränen aus“
Das hat jetzt aber nun wirklich nix mit dem Islam zu tun.
Oder?
22.7.17
Sommerloch-Nachtrag:
Der Kranke vom Bosporus
Es geht voran. Geschichte wird gemacht. Und Eines muss man ihm lassen, Eins hat der Kaputtnick von Ankara in der Tat mit Bravour geschafft: und zwar das schräge Bild, das man üblicherweise hier­zulande von ihm und seinen Türken hatte, im Wesentlichen und Großen und Ganzen wieder gerade zu rücken.

P.s.:
Das hat jetzt aber nun wirklich, aber nun wirklich nix mit dem Islam zu tun.
Oder?
21.7.17
Off-off-off!
Ich bin dann mal off. Ferien! Urlaub! Ab die Post! Einfach bloß weg!
Birne frei blasen lassen! Aber so was von!
Kinners! Am 6. August lesen wir uns wieder!
Bis dahin alles Gute,
ihr lieben Zurückgebliebenen

P.s.:
Ihr könnt ja mal zur Abwechselung 'n gutes Buch lesen.
Oder 'ne lang nicht mehr gehörte CD …
Ja, ja, is' gut! Ich komm' ja schon! Muss nur noch eben den PC aus ...pfff.
20.7.17
Comedy goes to reality
Ich hatt' es im Urin. Cindy aus Marzahn ist wieder da! BILD gibt bekannt:
„Ilka Bessin kehrt auf den Bildschirm zurück – aber nicht in ihrer Kult-Rolle als Cindy aus Marzahn. Morgen tritt sie bei Johannes B. Kerner an in der ZDF-Show 'Da kommst du nie drauf!' Und ab 26. Juli ist sie dann als Reporterin für 'stern TV' unterwegs. Thema: Soziale Gerechtigkeit. Bessin zu BILD:
„Anfangs war es etwas ungewohnt ohne Perücke und rosa Jog­ginganzug vor der Kamera.“
Na, das wird auch wohl der einzige Unterschied bleiben!
19.7.17
Aus dem Regensburger „Sing Sing“
SPIEGEL online berichtet:
„547 Regensburger Domspatzen misshandelt -
Ein Abschlussbericht zeigt das Ausmaß der Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen. Dort wurden deutlich mehr Kinder miss­braucht, als bislang bekannt.
Es handelt sich um einen der größten Missbrauchsskandale der ka­tholischen Kirche in Deutschland: Bei den weltberühmten Regens­burger Domspatzen sind über Jahrzehnte insgesamt 547 Kinder Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt geworden. Das geht aus dem Abschlussbericht hervor, der sieben Jahre nach Bekannt­werden der ersten Fälle nun vorgestellt worden ist.
Die Kinder hatten die Zeit bei den Regensburger Domspatzen spä­ter unter anderem als "Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager" oder als schlimmste Zeit ihres Lebens bezeichnet.
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatte sich 2016 bei den Opfern entschuldigt: 'Ich kann es nicht ungeschehen machen und die Opfer nur um Vergebung bitten', sagte er. Voderholzers Vorgänger, Kardinal Gerhard Ludwig Müller war wiederholt vorge­worfen worden, die Aufklärung behin­dert zu haben. Nach Bekannt­werden des Skandals hatte er gesagt, der Missbrauch durch Priester sei von den Medien aufgebauscht worden ...“
Usw. usw.

Nee, nee! Halt! Stop! Einen Augenblick!
Geht das Gehetze jetzt wieder los? Wird jetzt wieder stundenlang, monatelang, wochenlang auf der armen Kirche rumgehackt? Ja?
Is' es wieder so weit?
Nee, nee! Keine Panik! Mir ist bei dem Artikel nur was Komisches aufgefallen! Man liest und liest und liest so vor sich hin, zum Beispiel „Voderholzers Vorgänger, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, war wie­derholt vorgeworfen worden ...“, und denkt sich weiter nichts dabei; und liest und liest und irgendwann – so ging es mir – dann durch n Kopp: „Müller, Müller, Müller? Moment mal, wer soll dat denn sein?“; und also ging ich bißchen googeln und siehe da:
Der Müllermann war als Regensburger Bischof nicht nur jahrelang der Chefvertuscher und Antiaufklärer in Sachen Spatzenmissbrauch, sondern wurde nach getaner Arbeit auf Geheiß vom hl. Vater Ratzin­ger zum obersten Cerberus der Glaubens-Inquisition befördert und damit 2. Arsch­geige im Vatikan.
Und apropos Ratzinger: Der andere, in der Spatzen-Offenbarung erwähnte kriminelle Vogel mit der lockeren Rechten, der jahrzehn­telange Domkapellmeister Papa Piepmatz, der auch von alldem nichts gewusst hat, wurde seinerzeit getauft auf den Namen Georg, Georg Ratzinger, Bruder des heiligen Geistes.
Also, alles Müller oder was?
Nee, nee. Aber: Die Welt ist halt ein Dorf.
Und so wollen wir, bei aller in manchem Einzelfall womög­lich berech­tigten Kritik, meine Lieben, – und so möcht' ich für heute schließen – die Kirche doch bitt'schön im Dorf lassen!
18.7.17
Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus
oder
Die Mühen der Ebene
„Angesichts der Reisezeit machen sich Politiker von Linken und Grünen für einen kostenfreien Toilettengang an Autobahnraststätten und Bahnhöfen stark. Linken-Abgeordneter Thomas Lutze sagte der 'Saarbrücker Zeitung' (Mittwoch): 'Wer kein Geld dabei hat oder sich die Gebühr von 70 Cent nicht leisten kann, wird gezwungen, seine Notdurft unter unwürdigen Bedingungen zu verrichten.' (finanzen.net)“