Das Tagebuch

21.9.13
Wahl 2013:
Es ist ein Jammer! Es geht dem Ende entgegen!
Seit Wochen waren sie nunmehr ununterbochen unterwegs,
unermüdlich, engagiert und ganz „nah bei de Menschen“,
tagaus, tagein, von morgens bis abends haben sie alles gegeben,
landauf, landab in Hallen und vielen vollen Fußgängerzonen,
auf allen Marktplätzen und vor allem auf sehr hübschen Plakaten.
Die Zeitungen haben sie vollgemacht,
das Neuland auch und sämtliche TV-Kanäle ...
mit ihrem diesmal enorm ehrlichen Programm:
„Kackbratzen gegen Kackbratzen“
beziehungsweise
„Kackbratzen gegen Kackbratzen“.
Und so heißt es morgen allerorten:
Wer von denen ...
bzw. genauer:
welche Kackbratzen-Koalition hat um 18 Uhr "die Nase vorn"?
Na, wir dürfen gespannt sein!
Vor allem auch im Anschluss auf die berühmte Kackbratzen-Runde von ARD und ZDF. (Da kann man dann noch mal wählen.)
20.9.13
Ziemlich beste Freunde
Kreml-Clown Putin über seinen Bruder Bunga-Bunga:
„Berlusconi wurde verurteilt, weil er mit Frauen zusammenlebt.
Wäre er homosexuell, hätten sie ihm kein Haar gekrümmt.“
19.9.13
„Wer, wie, was … wieso, weshalb, warum“
Zum Beispiel:
Wer hat dieses Giftgas Sarin überhaupt erfunden:
A: Die IG-Farben in den 40iger Jahren?
B: In den 40iger Jahren die IG-Farben?
C: Die IG-Farben in den ziemlich dunklen 40iger Jahren?
oder
D: Die IG-Farben in den total dunklen 40iger Jahren?
Super! Und die Joker hammer auch noch alle!
Und jetzt eine Frage,
die überhaupt nicht interessiert:
Wie kam dieses Syrien an dieses Giftgas eigentlich dran?
Nun, erstens: ganz einfach
und zweitens: durch Rot-Grün in der Zeit von 2002 bis 2005
und dann noch durch Schwarz-Gelb im Jahre 2006 und folgende.
Insgesamt über 111 nachhaltige bunte Tonnen.
Deshalb nun die humanitäre Zusatzfrage:
Wer verkauft Israel ... eigentlich die notwendigen Gasmasken???
„Deutschland -
geht es gut.“ (Angela Merkel)
18.9.13
Die Karikaturen im Kölner Stadtanzeiger …
… haben seit eh und je die interessante Eigenschaft, gerade durch Witzigkeit nicht besonders groß aufzufallen. (Im Gegensatz zum Rest der Zeitung.)
Heute ist aber alles anders:
Da kniet der Jürgen Trittin wegen der grünen Kindergeschichte aus den 80ern im Beichtstuhl und eine irritierte Stimme tönt aus dem Innern:
„Und mit so was kommen Sie zu mir?“
17.9.13
Eine Meldung von Dpa
„Dieter Bohlen ist Vater geworden.“
Wie sagte schon Karl Marx:
„Alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen ereignen sich zweimal – das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“
16.9.13
Bayern-Wahl: FDP 3,3 Prozent!
"So ein Taaaag, so wunderschööön wie heute …"
Oder um es mit Hans Dietrich Genscher zu formulieren:
„Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute ihre Ausreise ...“
15.9.13
Heimatkunde –
heute: Bayern
Über das Christentum, Bayerns einfach unkaputtbare Naturreligion, sind in den letzten Jahrhunderten schon tausende von Bibliotheken vollgelabert worden. Aber nur einer bringt es mit einem einzigen Satz auf den Punkt: Seehofers Superhorst.
Komm, Horsti, schieß noch mal los:
»Wenn wir eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme bekommen, werden wir uns dagegen sträuben – bis zur letzten Patrone!«
Vielleicht n bisschen drastisch, oder? Und ihr könnt es ja auch normal eine Spur zurückhaltender ausdrücken:
„Mir san mir un olle im Oasch daham.“
14.9.13
Sind so schlimme Finger …
Eine Frage hab ich noch:
Wenn Steinbrücks Fingernummer unschicklich sein soll,
ja, was ist dann das, was Merkel mit den Fingern macht?
13.9.13
Hätte, hätte, Fahrradkette
Ein eleganter Peer Steinbrück präsentiert der Nation 10 Tage vor
der Wahl auf einem Schwarz-Weiß-Coverfoto des Süddeutschen-Magazins mit ganzem Kanzlerkandidatenstolz und voller Würde seinen erigierten Mittelfinger...
Der Mann hat Mut!
Der Mann hat Stil!
Der Mann ist einfach gut!
Es ist so weit:
Meine Stimme hat er! Die Wahl is gelaufen!
Und jetzt alle:
„Hätte, hätte, Fahrradkette“