Man muss den in höchst schwierigen und langwierigen Verhandlungsgesprächen erkämpften und gestern nun feierlich und stolz verkündigten KKKKompromissvorschlag der EU-Kommission unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Reform der Flüchtlingspolitik nicht im Einzelnen gelesen haben.
Es reicht der erste Satz des Artikels der heutigen Ausgabe des Kölner Kirchenpardonstadtanzeigers:
„Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den jüngsten Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der Flüchtlingspolitik gelobt.“
Das Tagebuch
23.9.20
Angezählt!
Auf die Frage eines Journalisten, was er von den Sexualtheorien seines etwas zurückgebliebenen Homophoben Friedrich Merz halte, antwortete Armin Laschet:
„Es spielt im Jahr 2020 wirklich keine Rolle mehr, wer wen liebt.“
Ende Gelände!
„Es spielt im Jahr 2020 wirklich keine Rolle mehr, wer wen liebt.“
Ende Gelände!
22.9.20
Wieder entdecktes Motto der Deutschen Bank
„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen das Betreiben einer Bank?“
21.9.20
Im Merzen der Bauer
Es geschah am helllichten Tage, als Mastermind Friedrich Merz im Jahre 2001 die Homosexualität des damaligen Berliner Stadtchefs Klaus Wowereit mit den Worten kommentierte:
„Solange der Wowereit sich mir nicht nähert, ist mir das egal.“
Nun, Zeiten und Menschen sollen sich ja manchmal ändern. Als der Moderator Kai Weise vor 2 Tagen in der ‚Bild‘-Talkshow „Die richtigen Fragen“ den lieben Friedrich fragte, ob ein homosexueller Regierungschef für Merz „völlig normal“ sei, sagte der mal so:
„Ich sage mal so, über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft.“
Tja, das war‘s dann wohl.
„Solange der Wowereit sich mir nicht nähert, ist mir das egal.“
Nun, Zeiten und Menschen sollen sich ja manchmal ändern. Als der Moderator Kai Weise vor 2 Tagen in der ‚Bild‘-Talkshow „Die richtigen Fragen“ den lieben Friedrich fragte, ob ein homosexueller Regierungschef für Merz „völlig normal“ sei, sagte der mal so:
„Ich sage mal so, über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft.“
Tja, das war‘s dann wohl.
20.9.20
Und die Bibel hat doch Recht
Laut Entwicklungsorganisation Oxfam „bläst das reichste ein Prozent der Weltbevölkerung mehr als doppelt so viele klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen.“
Jetzt muss man nur noch wissen, wo die alle wohnen. Aber wahrscheinlich kriegen die dann wie üblich wieder nur zu hören, dass eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht als sie. Oder so ähnlich.
Jetzt muss man nur noch wissen, wo die alle wohnen. Aber wahrscheinlich kriegen die dann wie üblich wieder nur zu hören, dass eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht als sie. Oder so ähnlich.
19.9.20
Neoliberal aus vollem Herzen
Nachdem er auf dem FDP-Parteitag am Wochenende schon seine erwartbar ekelige Lobeshymne auf die von ihm selber vor kurzen über Nacht abgesägte Generalsekretärin Linda Teuteberg angestimmt hatte, zeigte Christian Lindner abschliessend mit einem kleinen Scherz noch mal allen, was eine richtige 1A-Arschkrampe ist, und gab den hier zum Besten:
„Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen fünfzehn Monaten ungefähr 300 mal den Tag zusammen begonnen haben.“
Als der juvenile Altherrenwitzer im Saale nur ne Handvoll Lacher erntete, rollte er wie ein mittelmässiger Burgschauspieler die Augen und gab dem Rest des Publikums noch die erklärende Schlusspointe:
„Ich spreche über unser tägliches morgendliches Telefonat zur politischen Lage, nicht, was ihr jetzt denkt.“
„Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen fünfzehn Monaten ungefähr 300 mal den Tag zusammen begonnen haben.“
Als der juvenile Altherrenwitzer im Saale nur ne Handvoll Lacher erntete, rollte er wie ein mittelmässiger Burgschauspieler die Augen und gab dem Rest des Publikums noch die erklärende Schlusspointe:
„Ich spreche über unser tägliches morgendliches Telefonat zur politischen Lage, nicht, was ihr jetzt denkt.“
18.9.20
Polizisten mit leichtem Faible für Faschisten?Wo gibt‘s denn so was?
Die ‚Rheinische Post‘ meint mitteilen zu müssen:
„Bei der Polizei in NRW werden 29 Beamte verdächtigt, an mindestens fünf rechtsextremen Chat-Gruppen beteiligt gewesen zu sein. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mit. Alle Polizisten seien sofort vom Dienst suspendiert worden. Reul sprach von einer „Schande für die Polizei“ und betonte:
„Rechtsextreme und Neonazis haben bei der Polizei in NRW nichts zu suchen.“
Nee, aber anscheinend doch recht viel zu finden. Und in der ARD-Tagesschau hieß es:
„BKA-Chef Holger Münch fürchtet großen Vertrauensverlust in der Bevölkerung.“
Also, das halt ich aber nun wirklich für etwas mehr als übertrieben in diesem wunderbaren Land mit dieser wunderbar langen und weltberühmten Polizei-Tradition. Also ehrlich.
„Bei der Polizei in NRW werden 29 Beamte verdächtigt, an mindestens fünf rechtsextremen Chat-Gruppen beteiligt gewesen zu sein. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mit. Alle Polizisten seien sofort vom Dienst suspendiert worden. Reul sprach von einer „Schande für die Polizei“ und betonte:
„Rechtsextreme und Neonazis haben bei der Polizei in NRW nichts zu suchen.“
Nee, aber anscheinend doch recht viel zu finden. Und in der ARD-Tagesschau hieß es:
„BKA-Chef Holger Münch fürchtet großen Vertrauensverlust in der Bevölkerung.“
Also, das halt ich aber nun wirklich für etwas mehr als übertrieben in diesem wunderbaren Land mit dieser wunderbar langen und weltberühmten Polizei-Tradition. Also ehrlich.
17.9.20
Dummheit und Stolz wachsen aufm selben Holz
Lange war er uns ein Büchlein mit sieben Siegeln, ein böhmisches Kaff oder auch einfach nur Armin, der Sensible, der Öcher-Laschet. Lange hatten wir gerätselt und lange mussten wir im Trübdunklen munkeln, ja, stocherten gleichsam blindlings im Nebel vergangener Gezeiten: Wie kam er her und wo kam der her? Aus welchem Blute, aus welcher Sippe oder Sipp- oder Suppschaft? Gab es vielleicht große Männer, gar große Weibspersonen, Gestalten von etwaiger geschichtlicher Gewichtigkeit in seiner, in unsrer äußerst langen Ahnenfolge von heute bis hin zu jener Aufbruch-Epoche, da neben Homo Weise ja auch der Neandertaler vom dunklen, schwarzen Kontinente die Reise nach Norden angetreten war, um sodann als letzter Nachkomme der Truppe – mit kurzem Zwischenaufenthalt im Aachener Öcher-Loch - schlussendlich, man ahnt es schon, in Düssel … ja,ja, in Düsseldorf seine Wurzeln zu verwurzeln?
Nun, das Rätselraten hat mit dem heutigen Tage sein vorläufig Ende gefunden. Die emsigen Jungjournalisten Moritz Küpper und Tobias Blasius haben mit dem Segen des Miniprä von NRW dem weitern Wuchern wilder Spekulationen, Fake-Legenden und (wie man heute zu formulieren pflegt)„Verschwörungserzählungen“ ein für alle Male den fruchtbaren Boden entzogen - und zwar mit ihrer würklich löblichen Armin Laschet-Lebensbeschreibung „Der Machtmenschliche“. Denn darin berichten sie von den Forschungsarbeiten des Hobby-Stammbaum- und Familienkundlers Patrick Laschet, seines Zeichens Bruder des Armin Laschets. Und der Autoren gar nicht mal so überraschende Kernthese lautet denn auch:
„Armin Laschet stammt in 40. Generationenfolge erwiesenermaßen von Karl dem Großen ab.“
Ja, von dem großen Karl dem Großen! (Ich hätt' ja eher auf Armin der Cherusker getippt. Egal.)
Die Familie Laschet hatte so was schon immer irgendwie im Stillen geahnt (siehe auch „Ahnenforschung“), und schaut man in die feinen Gesichter all dieser Laschets, ist denn dort auch ein gewisser Anflug von dummdämlichen Stolz ob solcherart Abstammung wahrlich nicht zu verleugnen.
Nun ja, wat sollet, shit happens, könnte man da abwinken und zur Tagesordnung ... aber halt!
Abgesehen davon, dass sich jetzt zwar alle Söder-, Merz- + Röttgen-Apostel getrost in ihren Allerwertesten beißen dürften, man aber andererseits mitnichten auf Sachen stolz sein kann, für die man absolut nix und wieder nix kann, stellt sich doch wohl sinniger die Frage, ob es nicht besser, opportun und weiser gewesen wäre, über die genetische oder sonstwie verhunzt geartete Nähe zu diesem kollossalen Kaiserklopps & Königsklon eher den generösen Mantel des Stilleschweigens auszubreiten.
Und überhaupt: Gehört es sich nicht in solchen Fällen Folgendes zu beachten? Man geht nicht hausieren mit seiner Abstammung von Leuten, schon gar nicht solchen Kalibers! Das tut man einfach nicht. Mach ich auch nicht, könnt‘ ich, tu ich aber nich‘, obwohl ich sogar - und bei Gott und King Ping Pong, das ist voll, krass und nichts als die Wahrheit - der Kaiser von China bin.
Nun, das Rätselraten hat mit dem heutigen Tage sein vorläufig Ende gefunden. Die emsigen Jungjournalisten Moritz Küpper und Tobias Blasius haben mit dem Segen des Miniprä von NRW dem weitern Wuchern wilder Spekulationen, Fake-Legenden und (wie man heute zu formulieren pflegt)„Verschwörungserzählungen“ ein für alle Male den fruchtbaren Boden entzogen - und zwar mit ihrer würklich löblichen Armin Laschet-Lebensbeschreibung „Der Machtmenschliche“. Denn darin berichten sie von den Forschungsarbeiten des Hobby-Stammbaum- und Familienkundlers Patrick Laschet, seines Zeichens Bruder des Armin Laschets. Und der Autoren gar nicht mal so überraschende Kernthese lautet denn auch:
„Armin Laschet stammt in 40. Generationenfolge erwiesenermaßen von Karl dem Großen ab.“
Ja, von dem großen Karl dem Großen! (Ich hätt' ja eher auf Armin der Cherusker getippt. Egal.)
Die Familie Laschet hatte so was schon immer irgendwie im Stillen geahnt (siehe auch „Ahnenforschung“), und schaut man in die feinen Gesichter all dieser Laschets, ist denn dort auch ein gewisser Anflug von dummdämlichen Stolz ob solcherart Abstammung wahrlich nicht zu verleugnen.
Nun ja, wat sollet, shit happens, könnte man da abwinken und zur Tagesordnung ... aber halt!
Abgesehen davon, dass sich jetzt zwar alle Söder-, Merz- + Röttgen-Apostel getrost in ihren Allerwertesten beißen dürften, man aber andererseits mitnichten auf Sachen stolz sein kann, für die man absolut nix und wieder nix kann, stellt sich doch wohl sinniger die Frage, ob es nicht besser, opportun und weiser gewesen wäre, über die genetische oder sonstwie verhunzt geartete Nähe zu diesem kollossalen Kaiserklopps & Königsklon eher den generösen Mantel des Stilleschweigens auszubreiten.
Und überhaupt: Gehört es sich nicht in solchen Fällen Folgendes zu beachten? Man geht nicht hausieren mit seiner Abstammung von Leuten, schon gar nicht solchen Kalibers! Das tut man einfach nicht. Mach ich auch nicht, könnt‘ ich, tu ich aber nich‘, obwohl ich sogar - und bei Gott und King Ping Pong, das ist voll, krass und nichts als die Wahrheit - der Kaiser von China bin.
16.9.20
Kein Klimawandel, nirgends
Während seines Wahlkampfes machte der US-Oberförster Donald Trump eine kurze Stippvisite bei der Feuerwehr in Kalifornien, wo zur Zeit wie in Oregon und Washington die schlimmsten Waldbrände seit Jahrzehnten wüten, und gab beim Stichwort Klimawandel zum Besten:
„Es wird anfangen, kühler zu werden, Sie werden schon sehen.“
„Es wird anfangen, kühler zu werden, Sie werden schon sehen.“