Das Tagebuch

26.12.19
Lasst uns froooh und munter sein …
1. Teil der Musiktipps für die geruhsame Jahresendzeit

"Le droit à la paresse"
Je voudrais rendre grâce a celui qui peut-être
A été mon premier et mon unique maître
Un philosophe mort voici quelques décades
Mort de son propre choix ni trop vieux ni malade

Il n'était pas de ceux qui entre dans l'histoire
Nous sommes peu nombreux à servir sa mémoire
Il ne se posait pas en saint ou en prophète
Mais cherchait avant nous le bonheur et la fête

Il rêvait d'une vie que l'on prend par la taille
Sans avoir à la gagner comme une bataille
Nous disait que la terre était pleine de fruits
Et de pain et d'amour et que c'était gratuit

Il parlait de ne plus jamais plier l'échine
Ni de se prosterner devant une machine
Il souhaitait pour les générations futures
De ne souffrir jamais d'aucune courbature

Sans vouloir enseigner sa parole était claire
En cela peut-être elle est révolutionnaire
Je voudrais rendre grâce à ce maître en sagesse
Qui ne nous arrivait ni d'Orient ni de Grèce

Je voudrais rendre grâce à ce maître en sagesse
Qui ne demandait que le droit à la paresse

(George Moustaki)
25.12.19
Christen weltweit, vor allem aber in Europa,
in schlimmster Bedrängnis
Nachdem nun auch noch die EU-Kommission ihre EU-Länder auf­gefordert hat, wenigstens die eltern-losen Kinder aus den griechi­schen Auffanglagern bei sich aufzunehmen, hat Bundesheimat­minister Horst Seehofer vorgeschlagen, zumindest während der Weihnachtstage auf das Lied „Ihr Kinderlein, kommet, so kommet zu hauf“ zu verzichten.
24.12.19
Oh, du fröhliche, oh, du selige!
Grünenchef Habeck, Kirchen und Sozialverbände fordern die Auf­nahme von Flüchtlingskindern aus überfüllten Lagern in Griechen­land. Doch die Bundesregierung weigert sich:
„Wir suchen für die Zukunft nach einer europäischen Lösung“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer und fügte im Namen des deutschen Volkes noch hinzu:
„Wir warten lieber aufs Christkind.“
Und jetzt alle:
"Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum!
Wie grün sind deine Blätter!"
23.12.19
Gremliza ist gestorben
Danke für alles und jeden Text.
22.12.19
Aus Politik und Metaphysik
Die „unabhängige, überparteiliche“, unterirdische „BILD am SONN­TAG“, zusamen mit der Alltags-BILD Deutschlands erfolgreichste Unterhosenzeitung und Zentralorgan für private Meisen & Marotten aller Art, überlässt am heutigen 4. Advent dem 27-jährigen CDU-Schnuckel und gefeierten Politikernachwuchs aus Meck-Vorgedöns Philipp Amthor die komplette halbe Seite 5, auf dass er dem Rest der Welt die hochinteressante Botschaft vermittle, „warum er sich grade jetzt hat taufen lassen.“ Beigefügt hat das junge Volksvertre­tertalent aus Dunkelgermanien ein Foto von sich im blauen Kom­munionsanzug, aus dem er gen Himmel schaut, als hätte er just in dem Moment eine Sondererscheinung gehabt oder den längst fälligen Rentenbescheid bekommen.
Egal. Wir wollen uns ja nicht von Vorurteilen leiten lassen. Seine selbst gezimmerte Epistel an die Unterhosenzeitungsabonennten beginnt mit dem Zweisatz:
„Der Glaube ist für mich vor allem eine sehr private Angelegenheit und ich möchte nicht, dass er politisch instrumentalisiert wird.“
Ich wiederhole – falls Sie es überlesen haben, liebe Leser:
„... für mich vor allem eine sehr private Angelegenheit ...“ yo! wes­wegen er nach dem hirnerschütternden Tauferlebnis auch direkt zur BILD-Zeitung gerannt ist, zumal er 2. auch „nicht möchte, dass der Glaube politisch instrumentalisiert wird.“
In dieser stringenten Abendlandlogik geht’s dann frischfrommfröh­lichfrei bis zum finalen Amen. Und so kann man sich die restliche Lektüre in aller Seelenruhe schenken. (Falls Sie noch kein Geschenk für untern Tannenbaum haben.)
Philipp Amthor – ich glaube, den Namen sollten wir uns merken für die kommenden schweren Zeiten.
21.12.19
Wissen Sie ...
… warum gestern kein Eintrag hier reingetickert wurde? Sie werden es nicht für möglich halten; Sie werden es nicht glauben … aber es ist so:
Ich hatte einfach keinen Bock!
Genauso wie heute.
20.12.19
*** + *** = ******
* + ** = ***
19.12.19
Klappe zu, Affe tot
Bundesregierung vermeldet:
„Einigung beim Klimapaket und verabschiedet“
Was wollt' ich noch sagen? Ich wollt' doch noch was sagen...Schon wieder vergessen!
Das ist ja nicht mehr feierl ... Ach ja. Jetzt hab ich's wieder: Klappe zu, Affe tot.
18.12.19
Hausverbot für Fascho Höcke im ZDF
Mainz, wie es stinkt und kracht! ZDF-Chefredakteur Peter Frey läßt den thüringschen Möchtegern-Hitler nicht mehr in den diversen La­ber-Shows seine Notdurft verrichten:
„Zwar dürfen Medien niemanden erziehen, sie müssen jedoch zei­gen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen.“
Sagt er.
Heissa! Da knallen aber jetzt die Sektkorken bei unsern ausgewähl­ten Arschlöchern für Deutschland! Wie kann man denn so blöd sein, offen zuzugeben, dass auch alle anderen in seiner Unterhaltungs­anstalt zu blöd sind, diesem Höcke labertechnisch Paroli zu bieten.
Peng, peng, peng! Hören Sie die Sektkorken, Herr Freyheit?
Und wo verlaufen sie denn? Ja, wo verlaufen sie denn, die Grenzen demo­kratischer Gesinnung? Wenn sie sich nur nicht verlaufen!
Peng, peng!
Und was meinen Sie, wie lang die Nazi-Schlange ist, die als Höckes U-Boote jetzt schon bei Illner & Co auf der Matte stehen?
Peng, peng!
Und dann erst mal der große Run auf Thüringens Volkshochschulen, für die Kurse „Wie muss ich mich als Nazi /Halbnazi/Dreiviertelnazi/ Krawallspezialist/ Oberdoofmann/ besorgter Bürger bzw. Bürger 2. Klasse etc. im ZDF verhalten, um da meinen Scheiß loszuwerden?“
Zwo, drei, vier, Narrhallamarsch! Peng, peng!
Und wie soll sich demnächst das Reichsverfassungsgericht, pardon, Bundesverfassungsgericht entscheiden bei der Frage
„Was brauchen wir 'ne Verfassung? Gesinnung reicht doch, oder?“
Wolle mers eroi losse? Peng, peng!
Und vor allem: Wann wollnse eigentlich endlich mal Ihre Pappnasen­sitzungen säubern? Da muss doch auch mal einer mitm feuchten Lappen durch! Ich sag nur: "Höcke? Höcke? Wer is denn dieser Höcke?"
Peng, peng!

Das war ein Beitrag aus der Serie:
"Das Kreuz mit der Demokratie, tätäh, tätäh!"
Abmarsch.