Da ist der Papst, der Papa aller Katholen, zur Zeit schon mal ein US-Amerikaner, und was verkündigt der gebürtige Kathole aus dem Sauerländischem, der Friedolin Merz aufm Deutschen Katholentag in Würzburg? Unter dem Tagesmotto „Hab Mut, steh auf!“ steht er vor der lauschenden Menge lockerstramm, macht den Erlöser und verkündigt, mutig wie er ist, und weil man weiß, dass er heute gerne dies und morgen das erzählt:
„Also ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten.“
Mein Gott, was ist denn jetzt schon wieder los? Droht uns ne Neuauflage altbekannter Religionskriege? Nur diesmal auch noch Katholen gegen Katholen? Und wer hätte dabei - spannende Frage - diesmal Gott auf seiner Seite?
Oder haben wir es hier mit Leuten zu tun, die habituell in Wahrheit an gar nichts glauben, sondern nur an sich selber?
Und was ist mit den andern? Den Chinesen und den Russen? Nun, der Chines hat ja noch seine Mauer und spielt weiter Kontrabass, weil ihm das alles wurschting ist. Und die Russen haben mit der Ukraine genug am Hals.
Merz sagte sinngemäß, wenn man hier von Sinn überhaupt sprechen kann:
„Wir dürfen die Welt nicht Amerika, China & den Russen überlassen. Wir Europäer d.h. natürlich wir Deutsche müssen endlich weltweit eine größere Rolle spielen. Und so viel ich weiß, haben in erster Linie, und davon bin ich zutiefst überzeugt, wir den lieben Gott auf unserer Seite.“
Deshalb sei er auch nach Würzburg gekommen.
Deshalb sage auch er:
Habt Mut, steht auf!
Beuget die Knie!
Erhebet euch!
Wir schaffen das!
P.s.:
Na, dann wissen wa ja auch, woher der Wind uns weht.