Das Tagebuch

15.1.26
Im Merzen der Bauer, Teil 2
Dann ist mir in der gestrigen Ausgabe des KstA noch eine seltsame Formulierung aufgefallen, über die ich allerdings schon immer ge­stolpert bin. Die Überschriften bspw. zu dem Artikel über Neo-Nazis im Internet, die lauten dort:
„Radikalisierung im Netz nimmt laut Studie zu - Staatsschützer warnen vor Chatgruppen mit rechtsextremen Gedankengut“
Ich frag mich nur: Was soll das bittschön sein: „Rechtsextremes Gedankengut“? Und wie soll das zusammen passen? Entweder rechtsextrem oder Gedankengut - beides geht nicht. Wenn aber, schon fast habituell, beides zusammengemanscht wird, welche Absicht steckt denn dann dahinter? Wahrscheinlich beides: Sowohl gar kein Gedanke als auch Verharmlosung des Rechtsradikalismus, also Gedankenlosigkeit im Verein mit uninformierter Uniformiertheit.
Werter Stadtanzeiger,
gut, man kann nicht alles wissen.
Doch manchmal tut man’s schon vermissen.
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